André Silva Amin Younes Luka Jovic Eintracht Frankfurt

Gegen den VfB durfte erstmals der Traumsturm von Eintracht Frankfurt aus Luka Jovic und André Silva von Beginn an an ran. Der Ertrag dabei war gering. Eine Wiederholung scheint dennoch möglich.

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem Spiel Eintracht gegen den VfB

pk
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Wäre es nach Eintracht-Coach Adi Hütter gegangen, hätte eins der vom Namen her spektakulärsten Sturm-Duos der Bundesliga nicht am Samstag gegen den VfB Stuttgart Premiere gefeiert. Nein, Hütter hätte Luka Jovic und André Silva gerne schon vor zwei Wochen zum ersten Mal gemeinsam spielen lassen. Gegner damals: der FC Bayern München. Ein Hexenschuss von Silva verhinderte das dereinst, am Samstag gegen den VfB war es aber soweit: Silva/Jovic durfte von Beginn an ran. Der Ertrag? Dürftig. Die Chance auf Wiederholung? Dennoch hoch.

"Ich habe lange darauf gewartet, beide zusammen zu bringen. Es war schon gegen München mein Plan, mit beiden zu spielen", erläuterte Hütter. Die Zeit war demnach reif. Daichi Kamada fiel kurzfristig aus, der Weg für das Eintracht-Traum-Sturm-Duo war frei. Nur: Von Harmonie, Vertrauen, Durchschlagskraft war wenig zu sehen. Die VfB-Hintermannschaft zog vor allem in Hälfte eins den beiden den Zahn.

Werden die Automatismen verfeinert?

"Wir dürfen nicht zu kritisch sein und müssen Geduld haben. Das nicht alles perfekt war, hat man gesehen - vor allem in der ersten Hälfte", führte auch Hütter aus. Aber: "Hintenraus hatte ich das Gefühl, dass beide ein Tor hätten machen können." Was stimmte. In der Schlussphase hatten beide gute Möglichkeiten.

Für den Eintracht-Coach fiel daher auch die erste Halbzeit nicht so deutlich ins Gewicht - und er schob sie auch ein wenig auf die Umstellung von Doppel-Zehn auf Doppel-Neun. "Wenn man in dieser Grundordnung immer gespielt hat und jetzt verändert, kann das nicht alles reibungslos ablaufen. Die Automatismen fehlen dann", beschrieb es Hütter.

Für Hütter war es der richtige Zeitpunkt

Die wesentliche Frage ist, ob der Trainer der Frankfurter eben jene Automatismen weiter verfeinern möchte. Sprich, beide nochmals von Beginn an spielen lässt. Hütters Gedankenspiele mit seinem Duo tendieren dahin, es nicht bei der Premiere zu belassen.

"Jetzt gerade ist die Chance da, mit beiden zu spielen", so der Eintracht-Coach und verweist besonders auf seinen Winter-Rückkehrer: "Wir wollen Luka Jovic auch mal von Anfang an bringen. Für mich war es der richtige Zeitpunkt."

"Wenn wir etwas Großartiges erreichen wollen..."

Für Hütter könnten beide auch ein Faktor beim Erreichen des Ziels Champions League sein. "Wenn wir etwas Großartiges erreichen wollen, müssen wir schauen, dass wir die beiden so in Schuss bringen, dass sie uns die Spiele entscheiden."

Das nächste Spiel, das es zu entscheiden gilt, ist gegen Leipzig am kommenden Wochenende. Das ist ein Kaliber der Marke München. Wenn Hütters Plan es war, die beiden sowieso gegen die Bayern zu bringen, könnte es gut sein, dass er dieses Unterfangen nun gegen RB testet.