Eintracht Frankfurt Europa League

Eintracht Frankfurt tritt in der kommenden Saison wieder in der Europa League an. Doch der Wettbewerb hat sich verändert. Wie und wann wird gespielt? Wer ist qualifiziert? Und warum könnten die Hessen auch als Dritter europäisch überwintern?

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zum Video Die Saisonbilanz der Eintracht

Blick ins leere Heimspiel-Studio. Text: Saisonfazit 2020/2021.
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Es wird noch eine Weile dauern, bis sich die Fans von Eintracht Frankfurt die Enttäuschung über die verpasste Champions-League-Qualifikation aus den Kleidern geschüttelt haben. Aber die Vorfreude auf magische Abende in der Europa League dürfte bei vielen Fans der Hessen bald in den Vordergrund treten. "Ich schaue mir an, wer in den Ligen auf den Euro-League-Plätzen steht und denke mir: Das ist schon nicht so schlecht. Da werden gute Namen und Orte dabei sein", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann unlängst.

Da hat er nicht Unrecht, einige dieser guten Namen und Orte stehen nämlich schon fest. Fix qualifiziert sind neben den Hessen und Bayer Leverkusen bislang Olympique Lyon und Olympique Marseille aus Frankreich, SSC Neapel und Lazio Rom aus Italien, Real Sociedad und Betis Sevilla aus Spanien, Leicester City und West Ham United aus England, Sporting Braga aus Portugal sowie Lokomotive Moskau aus Russland.

"Das sind große und gute Namen"

Und sonst? Durch den Umbau der Europacup-Wettbewerbe ist auch der Qualifikationsmodus für die Europa League in diesem Jahr ein anderer. Die Einführung der European Conference League hat das Teilnehmerfeld der Europa League von 48 auf 32 Teilnehmer verschlankt, es gibt nur noch acht Gruppen mit je vier Mannschaften. Das verschlankt auch die Qualifikation, weil die Klubs gerade aus kleineren Ligen, die zuvor um einen Platz in der Europa League gespielt hätten, nun in der Conference League antreten.

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Konkret bedeutet das: Von "unten", also aus der Qualifikation zur Europa League, kommen nur noch zehn Teilnehmer. Dafür steigen zehn Vereine aus der Qualifikation bzw. den Play-offs zur Champions League in die Europa League ab. "Den albanischen Pokalsieger hast du dann nicht mehr, wenn ich das so spitz sagen darf", so Hellmann. "Das sind große und gute Namen, das wird ein heißes Thema und hat eine hohe Attraktivität."

Celtic Glasgow, Benfica Lissabon, PSV Eindhoven, AS Monaco – aus der Champions-League-Qualifikation könnte es also noch diverse Schwergewichte zur Eintracht runterspülen. Die Qualifikation oben wie unten ist bis zum 26. August abgeschlossen, am 27. August werden die Gruppen ausgelost.

Wird die Eintracht nicht Gruppenletzter, gibt es Nachschlag

Und dann gilt's. Die Gruppenspiele finden am 16. und 30. September, 21. Oktober, 4. und 25. November sowie am 9. Dezember statt, angestoßen wird künftig um 18.45 Uhr und 21 Uhr. Für das Achtelfinale qualifizieren sich alle Gruppenersten, die acht Gruppenzweiten spielen eine Zwischenrunde gegen die acht Gruppendritten aus der Champions League. Auch neu ist: Die Gruppendritten treten im Sechzehntelfinale der Conference League an. Heißt: Wird die Eintracht nicht Gruppenletzter, gibt es einen europäischen Nachschlag.

Und das hoffentlich vor Fans? "Wir brauchen Zuschauer, davon lebt der Wettbewerb. Eine Europa League ohne Zuschauer kann ich mir für Eintracht Frankfurt nicht vorstellen", so Hellmann. Eine Einschätzung, mit der er nicht alleine sein dürfte. Übrigens: Das Finale findet am 18. Mai 2022 im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán in Sevilla statt. Das nur schon einmal für den Hinterkopf.