Eintracht-Trainer Oliver Glasner

Nur drei Tage nach dem Europa-League-Spiel gegen Fenerbahce geht es für Eintracht Frankfurt zum Tabellenführer der Bundesliga. Trainer Oliver Glasner glaubt, seinen Ex-Verein noch sehr gut zu kennen.

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Oliver Glasner
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Zwei Jahre war Oliver Glasner beim VfL Wolfsburg an der Seitenlinie tätig. Am Sonntag (19.30 Uhr) kehrt er erstmals als Gästetrainer in das Stadion der Wölfe zurück. "Ich freue mich auf die Rückkehr. Ich habe sehr viel mitgenomen und sehr viel über die deutsche Bundesliga gelernt", sagte der Coach in der Pressekonferenz am Freitag.

Lenz und Hinteregger fraglich

Glasner wiederholte noch einmal seine Worte aus der Antrittsrede in Frankfurt, als er betonte, er sei "Jörg Schmadtke und dem VfL Wolfsburg sehr, sehr dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben". Das Verhältnis zwischen Glasner und Schmadtke galt als professionell, aber menschlich schwierig. Der Coach aus Österreich hielt sich höflich zurück und sagte: "Entschieden wird das Spiel nicht von mir oder Jörg Schmadtke, auch nicht von Mark van Bommel, sondern von den Spielern auf dem Platz."

Bei jenen Spielern gibt es in Reihen der Eintracht noch zwei Fragezeichen: Christopher Lenz hatte bereits die Europa-League-Partie gegen Fenerbahce am Donnerstag (1:1) angeschlagen verpasst, ein Einsatz in Wolfsburg wird sich kurzfristig entscheiden. Ebenso wie bei Martin Hinteregger, der sich in der Schlussphase des umkämpften Spiels eine Schulterverletzung zugezogen hatte. "Er hat Schmerzen, aber es ist durchaus möglich, dass er einsatzfähig ist", so Glasner über seinen Landsmann.

Glasner: "Wir kennen ihre Spielanlage relativ gut"

Die Tatsache, dass die Eintracht noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet, lässt den 47-Jährigen zumindest äußerlich kalt. Schließlich sei man nach vier Unentschieden in Folge eben auch seit vier Spielen unbesiegt. "Das Glas ist ja immer halb voll oder halb leer. Und ich trinke lieber aus einem halb vollen Glas, weil man dann keine Angst hat, dass schon bald alles weg ist", sagte Glasner. Die Situation bereite ihm "noch keine Kopfschmerzen oder schlaflose Nächte".

Dass es ausgerechnet beim Bundesliga-Tabellenführer mit dem ersten Sieg klappen könnte, ist aus Glasners Sicht gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn der Trainer sieht sich gut vorbereitet. "Wir kennen ihre Spielanlage relativ gut, sie haben viel beibehalten aus der letzten Saison", sieht er bei seinem Ex-Verein noch viele Dinge, die er selbst etabliert hatte. "Ich denke schon, dass ich weiß, wie sie spielen."

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