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Die Eintracht gerät in München unter die Räder – und kann sich nach dem Abpfiff trotzdem freuen. Durch die Mainzer Schützenhilfe landen die Hessen noch auf Platz sieben und schaffen damit zumindest die Teilnahme an der Europa-League-Quali.

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Jubel bei der Frankfurter Eintracht. Die Hessen haben trotz einer 1:5-Klatsche beim Rekordmeister Bayern München die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation geschafft. Dabei konnte sich die Hütter-Elf ausgerechnet beim Rhein-Main-Rivalen FSV Mainz 05 bedanken, der nach einem 0:2-Rückstand gegen Hoffenheim noch 4:2 gewann. Dadurch belegt die Eintracht in der Endabrechnung noch Platz sieben.

"Wir sind froh und danken Mainz, dass wir die Chance haben, nächstes Jahr noch Europa League zu spielen. Wir hätten es über die Saison gesehen nicht verdient gehabt, Achter zu werden", erklärte Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger nach der deftigen Pleite, bei der Kingsley Coman (4. Minute), David Alaba (53.), Renato Sanches (58.), Frank Ribery (72.) und Arjen Robben (78.) mit ihren Toren für die siebte FCB-Meisterschaft in Folge gesorgt hatten. Den Ausgleich für die Eintracht hatte Sébastien Haller (50.) zwischenzeitlich erzielt.

FCB überrollt Eintracht in der Anfangsphase

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Das haben wir uns über die Saison verdient"

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Mit Anpfiff hatte der FCB das Zepter in die Hand genommen und brannte in der ersten Viertelstunde ein Offensiv-Feuerwerk ab. Allein Kevin Trapp im Kasten der Hessen war es zu verdanken, dass die Partie vor 75.000 Zuschauern in der Münchener Arena nicht schon frühzeitig entschieden war. Keine vier Minuten waren gespielt, als es dennoch erstmals im Frankfurter Tor klingelte. Coman schob nach feiner Kombination zum 1:0 für den Rekordmeister ein.

Anschließend verhinderte Trapp mit tollen Paraden unter anderem gegen den freistehenden Robert Lewandowski, der David Abraham im Strafraum tunnelte, Schlimmeres für die Frankfurter, die in der Abwehr völlig neben sich standen. Einzig Trapp und der schwachen Chancenverwertung der Bayern war es in den ersten Minuten zu verdanken, dass es nicht schon 2:0 oder 3:0 für die Elf von Trainer von Niko Kovac stand.

Harmlose Frankfurter in der Offensive

Zu diesem Zeitpunkt war – abgesehen von einem Kullerball von Jonathan de Guzman, der für Simon Falette in die Startelf gerückt war – von den Frankfurtern im Spiel nach vorne nichts zu sehen. Und die Eintracht war nun erst recht gefordert, nachdem die Konkurrenz aus Wolfsburg und Hoffenheim in Führung gegangen und damit die Hessen in der virtuellen Tabelle auf Platz acht und damit aus den Europacup-Rängen gerutscht war.

Von einer Steigerung der Frankfurter in der Folge war aber nichts zu sehen. Die Hütter-Elf ließ die Bayern munter kombinieren und stand auch in der 26. Minute Spalier, als Serge Gnabry blank per Flachschuss zum vermeintlichen 2:0 traf. Glück für die Eintracht, dass der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Und Fortuna war auch wenig später im Bunde: Eine Hereingabe der Bayern in den Strafraum lenkte de Guzman im Grätschen an den Querbalken, kurz darauf parierte der bis dahin starke Trapp gegen den durchgebrochenen Thomas Müller. So blieb es zur Pause beim schmeichelhaften 0:1 aus Frankfurter Sicht.

Haller sorgt kurz für Hoffnung

Mit Wiederbeginn kam Haller für de Guzman und sorgte sogleich für großen Jubel im Frankfurter Lager. Im Anschluss an eine Ecke traf der aufgerückte Abraham die Latte, den Abpraller vollstreckte Haller (50.) zu seinem 15. Saisontreffer. Die Freude und der damit verbundene Sprung zurück in die Europacup-Ränge währte aber nur ganze drei Minuten: Einen Schuss von Müller ließ Trapp nach vorne abklatschen, Alaba staubte zur erneuten Führung der Bayern ab. Und es kam noch schlimmer: Sanches erhöhte nur fünf Minuten später auf 3:1 und ließ Trapp mit seinem Schuss erneut nicht gut aussehen.

Spätestens jetzt waren die Bayern-Fans im Titelfeier-Modus, während der Frankfurter Anhang ausgerechnet den Mainzern die Daumen drücken musste. Da spielte auch das 4:1 des FCB durch Ribery nach gut 70 Minuten keine Rolle mehr aus Sicht der Eintracht, die nach dem Anschlusstreffer des FSV gegen in Unterzahl spielende Hoffenheimer auf das 2:2 der Rheinhessen hofften. Und tatsächlich, die Mainzer glichen aus – aber das Tor wurde zurückgenommen. Robben setzte indes mit dem 5:1 den Endstand in München, wo die Frankfurter am Ende doch noch jubeln durften. Die Mainzer drehten in einem verrückten Schlussspurt noch die Partie zum 4:2 und schossen damit die Frankfurter zurück in die Europacup-Ränge.

Weitere Informationen

FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0)

München: Ulreich - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Goretzka (37. Sanchez), Thiago - Gnabry (67. Robben), Müller, Coman (61. Ribery) - Lewandowski
       
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - de Guzman (46. Haller), Fernandes - da Costa, Kostic - Rebic, Jovic  

Tore: 1:0 Coman (4.), 1:1 Haller (50.), 2:1 Alaba (53.), 3:1 Sanchez (58.), 4:1 Ribery (72.), 5:1 Robben (78.)   

Gelbe Karten: Thiago, Ribery - Hasebe, Hinteregger  
                              
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 75.000

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 18.05.2019, 17.15 Uhr