Enttäuschte Eintracht-Spieler

Eintracht Frankfurt ist zum Saisonauftakt bei Borussia Dortmund nach allen Regeln der Kunst unter die Räder gekommen. Mit dem 2:5 beim BVB waren die schwachen Hessen noch gut bedient.

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Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt ist zum Saisonauftakt bei Borussia Dortmund mit 2:5 unter die Räder gekommen. Die Hessen gerieten durch Marco Reus in Rückstand (23.), glichen durch ein Eigentor von Felix Passlack aber zunächst noch aus (27.). Der starke BVB machte gegen erschreckend schwache Frankfurter durch Thorgan Hazard (32.), Erling Haaland (34 / 70.) und Giovanni Reyna (58.) dann kurzen Prozess. Jens Petter Hauge erzielte in der 86. Minute das 2:5.

Furioser BVB, gehemmte Frankfurter

Oliver Glasner schickte mit Rafael Borré zunächst nur einen Neuzugang aufs Feld, Jesper Lindström und der unter der Woche verpflichtete Hauge blieben auf der Bank. Borré durfte sich in einer Dreierreihe mit Aymen Barkok und Daichi Kamada versuchen. Den verletzten Sebastian Rode ersetzte Stefan Ilsanker.

Sämtliche taktischen Überlegungen Glasners griffen jedoch ins Leere, denn es spielte von Beginn an nur Borussia Dortmund. Erst rutschte Haaland noch am Ball vorbei (8.), wenig später setzte der Norweger zu einem seiner unnachahmlichen Sprints an und bediente Reus, der aus kurzer Distanz Danke sagte (23.) – 1:0 für den BVB.

Einer der wenigen Angriffe der gehemmt wirkenden Frankfurter führte dann zum überraschenden 1:1. Ein Ball von Barkok erreichte Borré, sein Gegenspieler Passlack traf beim Klärungsversuch von der Strafraumgrenze ins eigene lange Eck (27.).

Haaland unaufhaltsam

Eine Einladung zurück ins Spiel, die die Eintracht großzügig ausschlug. Denn es blieb dabei: Die Dortmunder waren giftiger und gewannen gefühlt jeden Zweikampf, die Eintracht präsentierte sich offensiv ideen- und harmlos, defensiv teils vogelwild. Die Quittung gab es in Form von Hazard, der ein weiteres Haaland-Solo nach Ballverlust von Evan N’Dicka aus halblinker Position ins Eck vollendete (32.). Sowie durch den unaufhaltsamen Haaland, der Ilsanker den Ball vom Fuß spitzelte und alleine vor Trapp cool blieb (34.).

Ein Spielstand, mit dem die Hessen noch gut bedient waren. Nico Schulz vergab noch alleine vor Kevin Trapp. Trapp selbst katschte beim Versuch, einen Eckball zu verhindern, den Ball zurück ins Feld, von wo Reus abstaubte. Zum Glück für die Hessen war der Ball zuvor aber schon im Aus.

Hauge und Lindström kommen

Glasner wechselte zur Pause dreifach, brachte Lindström, Hauge und Lenz für die völlig indisponierten Kamada, Barkok und Ilsanker. Und tatsächlich begannen die Frankfurter engagierter, zwei schöne Lindström-Flanken vergab Borré in der Mitte knapp. Zurück ins Spiel fanden die Hessen aber dennoch nicht. Ein Angriff über Reus und natürlich Haaland landete im Fünfmeterraum bei Reyna, der nur noch zum 4:1 abstauben brauchte (58.). Doch damit nicht genug: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Danny Da Costa schickte Reus den startenden Haaland, der zum 5:1 traf (70.).

Nach einer Kostic-Ecke traf Hauge noch zum 2:5 (86.), mehr als Ergebniskosmetik war das aber nicht mehr. Und so müssen die Frankfurter nach dem peinlichen Erstrunden-Aus im Pokal bei Waldhof Mannheim auch eine Klatsche zum Ligastart schlucken, in der wenig bis gar nichts stimmte. Immerhin aber bleibt die leise Ahnung, dass die Neuzugänge Hauge, Lindström und Borré das Potential haben, zu echten Verstärkungen zu werden. Gegen Augsburg nächste Woche, das über keinen Haaland verfügt, können sie damit anfangen.

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Glasner PK BVB
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Weitere Informationen

BOR.DORTMUND - EIN.FRANKFURT 5:2 (3:1)

Tore: 1:0 Reus (23.), 1:1 Passlack (27.), 2:1 Hazard (32.) 3:1 Haaland (34.), 4:1 Reyna (58.), 5:1 Haaland (70.), 5:2 Hauge (86.)

Dortmund: Kobel - Passlack, Witsel (78. Papadopoulos), Akanji, Schulz – Dahoud (73.Delaney), Reyna (87.Moukoko) – Reus (87.St.Tigges) - Hazard (73.Malen), Haaland

Frankfurt: Trapp - Ilsanker (46.Lenz), Hinteregger, N'Dicka - Sow, Hasebe (69.Hrustic) - da Costa, Kostic (86. Ache), Kamada (46. Lindström), Barkok (46.Hauge) - Borre

Schiedsrichter: Tobias Stieler
Zuschauer: 25.000

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