Bas Dost Eintracht Frankfurt

Der Traum von Europa ist nahezu ausgeträumt, für Eintracht Frankfurt geht es am letzten Bundesliga-Spieltag um nichts mehr. Dass die Hessen aber auch den Kampf um die Goldene Ananas annehmen können, bewiesen sie bereits beim Remis in Köln.

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Adi Hütter PK still
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Es wird eine neue Situation für die Fans von Eintracht Frankfurt. Letzter Bundesliga-Spieltag - und der Drops ist schon gelutscht. Keine Spannung mehr, kein Nervenkitzel. Es wartet der Kampf um die Goldene Ananas. In den vergangenen beiden Spielzeiten ging es im Saisonfinale jeweils um die Teilnahme am europäischen Geschäft, nach dem 1:1 (0:1) in Köln ist dieser Traum in der laufenden Saison vorbei. Das Europa-Happy-End wird's zumindest über die Bundesliga nicht geben.

Somit bleibt dem hessischen Anhang aber ein dramatischer letzter Spieltag wie im vergangenen Jahr in München, als die Eintracht nur durch Schützenhilfe noch auf Rang sieben landete, oder ein Jahr zuvor, als die Frankfurter beim FC Schalke verloren und auf Rang acht abrutschten, erspart. Verspielt haben die Hessen diese Möglichkeit freilich nicht in Köln, sondern bereits zuvor.

"Rückrunde ist für uns richtig gut gelaufen"

"Wenn man auf die gesamte Saison schaut, haben wir im Laufe der Spielzeit Punkte gelassen - ganz klar", bilanzierte Trainer Adi Hütter bereits nach der Partie in Köln. Explizit nannte der Österreicher dabei die Negativ-Serie vor der Winterpause, als die Hessen aus sieben Spielen nur einen Punkt holten. "Die Rückrunde ist für uns aber richtig gut gelaufen", so Hütter.

Genau daran wollen die Frankfurter auch am Goldene-Ananas-Spieltag anknüpfen. Das Motto Füße hochlegen ist nicht vorgesehen. "Jetzt wollen wir auf jeden Fall noch Platz acht erreichen", kündigte Verteidiger Martin Hinteregger bereits an. Mit einer Leistung wie in Köln sollte das in jedem Fall möglich sein.

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Martin Hinteregger still HR
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Starker Auftritt in Köln

Denn bei der vor dem Spieltag noch nicht final geretteten Mannschaft von Trainer Markus Gisdol war die Hütter-Elf beinahe die gesamten 90 Minuten über die klar bessere Manschaft, spielte dabei phasenweise äußerst ansehnlichen Kombinations-Fußball. Dass die Eintracht durch den Foulelfmeter von Florian Kainz (45. Minute) mit 0:1 in die Pause ging, war das genaue Gegenteil von leistungsgerecht.

Aber: Im zweiten Abschnitt machten die Hessen einfach weiter und wurden am Ende durch den Ausgleich von Bas Dost (72.) belohnt. Was dabei noch betont werden darf: In der Kabine erfuhren Sebastian Rode und Co. freilich, wie es auf den anderen Plätzen stand und damit auch, dass der Europa-Traum zu diesem Zeitpunkt - unabhängig vom eigenen Spiel - eigentlich schon ausgeträumt war.

Bittere Nachricht in der Halbzeit

"In der Halbzeit war klar, dass wir keine Chance mehr auf Europa haben, trotzdem hat die Mannschaft im zweiten Abschnitt einen Zahn zugelegt", lobte daher auch Hütter sein Team. Macht sie das auch gegen Paderborn, winkt zwar dennoch weiterhin nur die Goldene Ananas, aber diese Saison dürfte mit einem mehr als versöhnlichen Abschluss zu Ende gehen. So ganz ohne Nervenkitzel, aber mit ganz kleinem Happy End.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 21.06.20, 22.05 Uhr