Markus Krösche

Auch nach der Verpflichtung des neuen Sportvorstands Markus Krösche bleibt bei Eintracht Frankfurt keine Zeit zum Durchschnaufen. Die Zeit drängt direkt bei der nächsten Frage: Wer wird der neue Trainer?

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Trainersuche bei der Eintracht: Glasner – wer sonst?
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Es war ein bisschen so wie bei der Papstwahl im Vatikan. Langer, (für die Außenwelt) undurchsichtiger Auswahlprozess, garniert mit reichlich Spekulationen, wer es denn nun wird. Nun, bei Eintracht Frankfurt haben sie keinen neuen Pontifex auserkoren, aber dann doch eine sehr zentrale Stelle in einem Fußballverein besetzt: Habemus Sportvorstand! Geworden ist es Markus Krösche. Nur: Ruhe kehrt damit beim hessischen Bundesligisten weiterhin keine ein. Im Gegenteil. Bei einer weiteren zentralen Stelle könnte dadurch nun reichlich Schwung in die Sache kommen.

Die Eintracht sucht nämlich weiter einen Nachfolger von Chefcoach Adi Hütter. Der scheidende Manager Fredi Bobic ist durch Krösche ersetzt, nun soll auch zeitnah der neue Übungsleiter im Stadtwald präsentiert werden. Die Hessen bleiben in der Personal-Wahl weiter unter Druck. Viel Zeit darf nicht mehr vergehen, bis die nächste wichtige Stelle besetzt ist.

Beim Trainer darf es nicht mehr lange dauern

Denn: So viel sie auch bei der Eintracht vom neuen Sportvorstand und der Auswahl halten, klar ist auch, dass die Suche Zeit gekostet hat. Sehr viel Zeit. Ab Anfang März war klar, dass Bobic die Frankfurter verlassen möchte, erst Anfang Mai wurde nun sein Nachfolger präsentiert. So lange darf es nun beim Trainer nicht dauern. Das dürfte auch in Krösches Sinn sein, der den Kader mit dem neuen Coach zusammenstellen möchte.

Klar ist: Die Eintracht hat sich auch schon während der Manager-Suche mit Trainern beschäftigt. Sowohl der neue Direktor Profifußball Ben Manga als auch Finanzvorstand Oliver Frankenbach haben bereits Trainerprofile erstellt, Gespräche geführt und die Suche vorangetrieben, Krösche wird in der Entscheidung nun ein gewaltiges Wörtchen mitreden.

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Glasner weiter ein Kandidat

"Seine Art, wie er über Trainer denkt, passt ideal zu uns", erklärte bereits Eintrachts Aufsichtsratchef Philip Holzer über Krösche. Muss also nur noch der ideale Mann gefunden werden - und zwar schnell. Zwei heiße Kandidaten haben aber schon persönlich abgesagt. Sowohl Erik ten Hag von Ajax Amsterdam als auch Roger Schmidt von PSV Eindhoven bleiben bei ihren Vereinen.

Ein Name ist nach all den Wochen aber übrig geblieben: Oliver Glasner. Der Trainer des VfL Wolfsburg steht in Niedersachsen vor dem Absprung. Dem Vernehmen nach ist das Verhältnis des österreichischen Übungsleiters zu Manager Jörg Schmadtke zerrüttet. Und: Glasner besitzt bei den Wölfen eine Ausstiegsklausel.

Schlussstein im Trainer-Domino?

Der 46-Jährige hat zudem in Wolfsurg bewiesen, dass er in der Lage ist, ein absolutes Spitzenteam zu formen. Der VfL ist neben der Eintracht die zweite große Überraschung in dieser Saison. Genügend Zutaten, die die Frankfurter aufmerksam machen. Gut möglich, dass die Hessen sich nun bei einem direkten Konkurrenten bedienen, um die vakante Position auf dem Trainerstuhl zu besetzen.

Es wäre der vorerst letzte Schluss-Stein in einem Bundesliga-Trainer-Domino, das in der Historie seinesgleichen sucht. Marco Rose geht für eine Ablöse von Mönchengladbach nach Dortmund, Hütter für eine Ablöse von Frankfurt von Mönchengladbach - und nun Glasner von Wolfsburg nach Frankfurt? Es wäre eigentlich nur eine logische Konsequenz.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 03.05.2021, 23.10 Uhr