Daichi Kamada kniet nach einer vergebenen Chance auf dem Boden und schreit seinen Frust raus.

Eintracht Frankfurt ist mit einem Remis aus der Länderspielpause gekommen. Gegen das Tabellenschlusslicht aus Fürth suchten die Hessen vergeblich eine Lücke.

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Eintracht Frankfurt teilt sich mit Fürth die Punkte

Marco Meyerhöfer von der SpVgg Greuther Fürth im Zweikampf mit Filip Kostic von Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt ist gegen Greuther Fürth am Samstag nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Gegen das Tabellenschlusslicht waren die Hessen die klar bessere Mannschaft, schafften es aber einfach nicht, das Abwehrbollwerk der Gäste zu knacken.

Heiß erwartet und erwartbar zäh

Es war ein heiß erwartetes Spiel in der Frankfurter Region. Vielleicht nicht ganz so heiß wie die Partie gegen den FC Barcelona am Donnerstag (21 Uhr, live bei hr-iNFO), aber immerhin war es die erste Partie seit mehr als zwei Jahren, in der die Ultras zurückkehrten in ihre heißgeliebte Kurve. Die Daueranfeuerung von den Rängen war über weite Strecken auch das Spannendste am Spiel. Auf dem Feld war nämlich weit weniger Bambule.

Es war das erwartet zähe Spiel im Frankfurter Stadtwald. Die Gäste standen tief und ließen die Hausherren das Spiel machen, was aber bekanntermaßen nicht die Stärke der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner ist. Die einzige gefährliche Aktion gehörte deshalb lange Zeit zwei Ex-Frankfurtern. Jetro Willems steckte fein durch auf Branimir Hrgota, doch Kevin Trapp war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt und konnte den ersten Schuss aufs Tor abwehren (17.).

Zweimal Kamada, zweimal Lindström

Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde zeigte sich dann auch die Eintracht vor dem gegnerischen Tor. Daichi Kamada war gleich zweimal in den Strafraum eingedrungen, verzog aber beim Abschluss aufs kurze Eck (33.) und blieb kurz darauf an zwei Gegenspielern hängen (34.). Es war dennoch so etwas wie der Startschuss auf die bis dato beste Frankfurter Phase.

Ansgar Knauff prüfte mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erstmals Fürths Schlussmann Andreas Linde (41.). Zum Leidwesen der knapp über 50.000 Zuschauer war der Keeper auch bei den folgenden beiden Chancen durch Jesper Lindström auf dem Posten (42., 44.). Die Eintracht war in einer überschaubaren Partie die bessere Mannschaft.

Möglichkeiten über die Flügel

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran nichts. Die Hessen hatten deutlich mehr Ballbesitz, suchten die Lücke in der Fürther Hintermannschaft aber vergeblich. Glasner reagierte früh und brachte mit Goncalo Paciencia einen Abnehmer für Flanken (59.). Bei einem Eckball vier Minuten später brachte der Portugiese aber nicht genügend Druck hinter den Ball und köpfte ein gutes Stück daneben.

Hohe Hereingaben waren nun aber das Mittel der Wahl. Filip Kostic fand Knauff am zweiten Pfosten. Statt aufs Tor zu gehen, suchte die Dortmunder Leihgabe aber einen Nebenmann im Rückraum, der nicht da war (64.). Kamada verzog eine Kostic-Hereingabe volley deutlich (69.). Für den Japaner war nach dieser Aktion Schuss. Für ihn kam Jens-Petter Hauge (70.).

Fürther Verletzung zum Abschluss

Von den Gästen war überhaupt nichts zu sehen, die wenigen Konterbemühungen der Kleeblätter erstickten die Hausherren schon im Keim. Offensiv lief der Eintracht aber die Zeit davon. Paciencia kam im Strafraum noch einmal an den Ball und prüfte Linde mit einem Flachschuss aus der Drehung. Der Fürther Keeper war aber blitzschnell unten und vereitelte auch die letzte Chance auf drei Punkte (80.).

Auf die letzte erwähnenswerte Szene des Spiels hätten alle Beteiligten gerne verzichtet. Fürths Marco Meyerhöfer blieb nach einem Zweikampf mit Hauge liegen und musste mit dem Verdacht auf einen gebrochenen Knöchel vom Feld getragen werden (87.). Dem Frankfurter konnte dabei aber kein Vorwurf gemacht werden.

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Eintracht Frankfurt - Spvgg. Greuther Fürth 0:0 (0:0)                         

Frankfurt: Trapp, Tuta, Hasebe, N'Dicka, Knauff, Sow, Jakic (84. Rode), Kostic, Lindström, Kamada (69. Hauge), Borre (59. Paciencia)              

Fürth: Linde, Meyerhöfer, Bauer, Viergever, Willems (84. Asta), Christiansen, Raschl (65. Green), Itter, Tillmann, Nielsen (56. Leweling), Hrgota (64. Pululu)        

Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Hauge / -

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
Zuschauer: 50.500                      

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