Luka Jovic wird von Adi Hütter ausgewechselt.

Beim Sieg von Eintracht Frankfurt gegen die Bayern durfte Luka Jovic endlich mal von Beginn an ran. Genutzt hat er diese Chance definitiv nicht. Sein Trainer gibt ihm dennoch Rückendeckung.

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Adi Hütter in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Bayern
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Eigentlich war die Konstellation perfekt. Ein großer Gegner, reichlich Hufengescharre im Vorfeld, endlich in der Startelf: Das Spiel gegen den FC Bayern München hätte der große Auftritt von Luka Jovic werden können - oder sollen. André Silva, Stürmer Nummer eins bei Eintracht Frankfurt, fehlte verletzt, der Serbe durfte endlich von Beginn an ran. 68 Minuten, eine Auswechslung und ein unterdurchschnittlicher Auftritt später muss man jedoch urteilen: Chance vertan.

Noch eine Woche zuvor war Jovic nach einem 20-Minuten-Einsatz gegen Köln mächtig gefrustet. Der Angreifer, im Januar nach enttäuschenden eineinhalb Jahren aus Madrid leihweise zurück an den Main gewechselt, wusste, dass er sich erst einmal hinter Silva würde einreihen müssen. Dass er jedoch auch gegen tiefstehende Gegner wie Köln erst einmal auf der Bank sitzen musste, nagte an ihm. Das war überdeutlich zu sehen.

Jovic ohne Bindung gegen die Bayern

Eine Woche später dann die große Chance: Silva hatte Rückenprobleme, Jovic durfte endlich von Beginn an ran. Nach einer durchaus ordentlichen Anfangsviertelstunde, in der ihm Daichi Kamada das 1:0 "klaute", baute der Serbe jedoch von Minute zu Minute mehr ab.

Dem Angreifer fehlte die echte Bindung zum Spiel der Hessen. Silva versteht sich mit dem Rest der Offensive blind, jeder weiß, wo der andere steht - oder in der nächsten Sekunde hinläuft. Bei Jovic greifen diese einstudierten Mechanismen noch nicht.

Triste Bilanz beim Startelf-Debüt

Und das gegen einen defensiv anfälligen Rekordmeister, der in der ersten Hälfte im Stadtwald eine Menge Angriffsfläche bot. Stattdessen waren es aber Kamada und der alle überragende Amin Younes, die die offensiven Glanzpunkte setzten. Von Jovic war wenig zu sehen.

Kein Torschuss, nur eine Torschussvorlage: Das war die triste Bilanz des Startelf-Debüts. Nicht erwähnt ist dabei, dass der Serbe im zweiten Abschnitt überhaupt nicht mehr in Erscheinung trat und zurecht frühzeitig ausgewechselt wurde für Ragnar Ache, der im Anschluss in seinem zwanzigminütigen Kurzauftritt für ordentlich Schwung sorgte.

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Hütter: "Er hat lange nicht gespielt"

Dass aller Anfang schwer ist, muss bei der Betrachtung natürlich auch hinzugefügt werden. Das sah auch Adi Hütter so. "Man darf eines nicht vergessen: Er hat so lange nicht gespielt - und dann ein Startelf-Debüt gegen den FC Bayern München. Das ist gar nicht einfach", nahm der Österreicher ihn in Schutz. "Trotz allem hat er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Er hatte nicht so viele Toraktionen, aber sonst alles getan für die Mannschaft."

Für Hütter war die Leistung des Serben "sehr ordentlich", wie er hinzufügte. "Ich bin wirklich froh, dass wir auch mit Luka gewonnen haben als Mannschaft. Oder ohne André Silva." Die Frage bleibt nur, ob Jovic, wenn Silva wieder da ist, so schnell eine zweite Chance erhält.

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