Hütter mit Younes und Chandler von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt muss gegen Union Berlin einige Ausfälle verkraften und wohl die Taktik ändern. Trainer Adi Hütter hofft noch auf Martin Hinteregger, die Gerüchte um Bastian Schweinsteiger blendet er aus.

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zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Union Berlin

Adi Hütter
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Eintracht Frankfurt muss gegen Union Berlin bis zu fünf Ausfälle verkraften, könnte mit einem Sieg aber einen Riesenschritt in Richtung Europa machen. Trainer Adi Hütter ist trotz der langen Ausfallliste optimistisch, für die Aufstellung hat er einige Varianten parat. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum kommenden Frankfurter Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) im Überblick:

Was sagt Hütter zum kommenden Gegner?

Gegen Union Berlin wird es nach Ansicht des Frankfurter Cheftrainers auf die Grundtugenden ankommen. "Es wird sicherlich ein Abnutzungskampf, dem wir uns stellen müssen, wenn wir das Spiel gewinnen wollen", sagte der Österreicher. Die Gäste seien sehr unangenehm zu bespielen: "Sie sind die laufstärkste Mannschaft, spielen sehr körperbetont und auch guten Fußball." Dazu bringe gefühlt jeder Berliner 1,90 Meter aufwärts mit. 'Hoch und weit' biete sich daher nicht an, wolle man gegen Union bestehen. Die Eintracht müsse mit ihren Mitteln dagegenhalten, "schnell spielen und uns flach hinter die Kette kombinieren".

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Wird Martin Hinteregger rechtzeitig fit?

Klare Tendenz: nein. Wie wichtig ein Einsatz von Hinteregger gegen Berlin wäre, ist jedem bewusst. Doch mehr als individuelles Training war zuletzt nicht drin. "Wenn er nicht hundertprozentig fit ist, lasse ich ihn nicht spielen", sagte Hütter über den Vorzeige-Zweikämpfer im Frankfurter Kader.

Wer könnte Hinteregger im Abwehrzentrum ersetzen?

In Leipzig bildeten Stefan Ilsanker, Evan N'Dicka und Tuta die Dreier-Abwehrkette. Weil Letzterer gegen Union gesperrt fehlt, dürfte nach aktuellem Stand Makoto Hasebe aus dem Mittelfeld abgezogen werden. Auf der Pressekonferenz schloss Hütter auch eine Rückkehr zur Viererkette nicht aus. Eine Abkehr von der zuletzt so erfolgreich praktizierten Grundformation erscheint aber unwahrscheinlich.

Wie füllt Frankfurt das Vakuum auf Rechtsaußen?

Das Experiment mit Daichi Kamada auf der rechten Seite ist nicht geglückt, wie Hütter einräumte. Daher wird der Japaner – sollte er seine Rückenprobleme wie erwartet rechtzeitig auskurieren – auf der gewohnten Spielmacher-Position beginnen.

Bleiben der Eintracht im Grunde noch zwei Optionen: Timothy Chandler oder Aymen Barkok. Chandler hat seine Qualitäten eher in der Defensive, Barkok offensiv. Beide bringen nicht allzu viel Spielpraxis mit. Überrascht Hütter daher mit einer Variante C? Wir haben auch schon 4-3-3 gespielt, meint der Österreicher alles- und nichtssagend. Wir werden sehen – spätestens am Samstag um 15.30 Uhr.

Wird Luka Jovic an der Seite des gesetzten André Silva stürmen?

Bei der Personalie Jovic hält sich Hütter vor dem Heimspiel gegen Berlin betont bedeckt. Der Real-Leihspieler wartet seit dem 23. Januar auf einen eigenen Treffer, bereitete bei seinem letzten Startelf-Einsatz gegen Stuttgart aber immerhin ein Tor vor. "Er hatte zuletzt eine kleine Durststrecke nach seinem verheißungsvollen Start", sagte der Trainer. "Ich hoffe, dass die Zeit von Luka jetzt kommen wird. Ihm fehlen ein bisschen die Spielminuten. Schauen wir, wie es in den kommenden Spielen mit ihm weitergeht."

Letztlich hängt die Entscheidung davon ab, wie viel Offensive Hütter der drittstärksten Defensive der Liga (27 Gegentore) von Beginn an entgegenstellen will – und vor allem, ob er sich eine hochkarätige Option von der Bank offenhalten wird. Diese würde logischerweise Jovic heißen. 

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Mit welchem Ziel geht die Eintracht in die letzten neun Bundesliga-Spiele?

Trotz der jüngsten Sieglos-Mini-Serie stehen die Hessen auf Rang vier – und da wollen sie auch bleiben, das ist wenig überraschend. Was allerdings im floskelbehafteten Fußballgeschäft gar nicht so alltäglich ist: Trainer Adi Hütter kommuniziert dieses Ziel auch bewusst nach außen. Von jetzt an gebe es "nur noch Endspiele", sagte der Österreicher. Selbst wenn es nicht die Königsklasse werden sollte, dürfte die Welt am Main nicht untergehen. "Es ist ein Traum, international zu spielen", sagt Hütter. Alles unter Europa League wäre aber eine herbe Enttäuschung für Frankfurt.

Was sagt Hütter zu den Gerüchten um Bastian Schweinsteiger?

Spoiler: nicht viel. Das war angesichts der dünnen Informationslage aber auch nicht zu erwarten. Die Bild-Zeitung bringt den Weltmeister als möglichen Nachfolger für Fredi Bobic ins Spiel, sollte der Sportvorstand seinen Wechselwunsch nach Berlin erfüllt bekommen. "Das sind irgendwelche Spekulationen, mich interessiert das vorerst überhaupt nicht", sagte Hütter am Donnerstag. "Fredi Bobic ist immer noch da, von daher beschäftige ich mich nicht mit irgendwelchen Personalien."

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Union