Daichi Kamada jubelt

Eintracht Frankfurt hat gegen Borussia Dortmund ein Unentschieden erkämpft. Neuzugang André Silva gab sein Tor-Debüt, auch andere Neuzugänge präsentierten sich verbessert.

Videobeitrag

Video

zum Video Die Pressekonferenz nach der Partie Eintracht - Dortmund

Eintracht-Trainer Adi Hütter
Ende des Videobeitrags

Eintracht Frankfurt hat sich mit 2:2 von Borussia Dortmund getrennt. Die Westfalen waren durch Axel Witsel in Fürhung gegangen (11.), die André Silva kurz vor der Pause ausglich (43.) Nach dem Wechsel trafen Jadon Sancho für die Gäste (66.) sowie Thomas Delaney per Eigentor (88.) zum Endstand. In der Tabelle liegen die Hessen vor dem Montagsspiel auf Rang neun. "Es war eine Riesenmoral von der Mannschaft", jubelte Erik Durm nach der Partie. (Mehr Stimmen zur Partie gibt es hier.)

Hütter mit mehreren Wechseln

Eintracht-Trainer Adi Hütter schickte im Vergleich zum 0:3 gegen Arsenal eine auf vier Positionen veränderte Elf ins Spiel. Goncalo Paciencia begann an Stelle des gegen London blassen Bas Dost mit André Silva im Sturm, Almamy Touré ersetzte Kapitän David Abraham, Erik Durm spielte statt Danny Da Costa und Gelson Fernandes statt Spielmacher Daichi Kamada. Vor allem der Verzicht auf Kamada signalisierte: Hütter wollte gegen die spielstarken Gäste mehr Stabilität im zentralen Mittelfeld.

Das klappte allerdings nur bedingt. Nach einem zehnminütigen Abtasten tauchte Dortmunds Witsel bei einem zweiten Ball im Frankfurter Strafraum auf und konnte einen Querpass von Thorgan Hazard ungestört einschieben (11.). Wenig später rettete Touré in höchster Not bei einem Querpass von Sancho zur Ecke.

Zu wenig Spielerisches, zu viele lange Bälle

In der Folge kam von den Dortmundern nicht mehr allzu viel, bei der Eintracht machten sich jedoch die Nebenwirkungen der Startaufstellung bemerkbar. Ohne Kamada hingen Silva und Pacienia zu oft in der Luft, die Abstände zwischen Mittelfeld und Sturm wirkten allzu of zu groß. Auch deshalb versuchten es die Hessen zu oft mit langen Bällen, der Ertrag ging quasi gegen null.

Es dauerte knapp eine halbe Stunde, bis die Eintracht endlich begann, mutiger zu spielen. Nach schöner Flanke des verbesserten Djibril Sow köpfte Silva noch daneben (34.), kurz vor der Pause machte es der Portugiese dann besser. Nach schöner Kombination über Touré spielte Sow den Ball scharf in den Rücken der Abwehr, Silva schloss eiskalt ab (43.). Ein Ausgleich, der sich allenfalls zart angedeutet hatte. 34 Prozent Ballbesitz,  46 Prozent Zweikampfquote und 74 Prozent Passquote zur Pause sprachen Bände.

Kollektives Versagen der Eintracht-Abwehr

In der zweiten Hälfte präsentierten sich die Hessen dann engagierter, ohne jedoch zunächst die ganz großen Chancen herauszuspielen. Durms Volleyschuss nach weiter Flanke von Sow wurde geblockt (47.), der eingewechselte Kamada (69.) sowie der insgesamt eher blasse Filip Kostic (71.) zielten zu ungenau. Auf der Gegenseite verpassten Sancho nach starker Trapp-Parade (47.) sowie Alcacer (46) die Dortmunder Führung.

Besser machte es zum Leidwesen der Hessen Sancho. Einen Freistoß von Raphael Guerreiro konnte Trapp parieren, der Nachschuss von Witsel geriet allerdings zm Querschläger, den der völlig freistehende Sancho nur noch einschieben musste. Ein kollektives Versagen der  Eintracht-Abwehr, bei dem sich niemand für Sancho verantwortlich fühlte.

Kamada zwingt Delaney zum Eigentor

In der Folge erhöhte die Eintracht wieder die Schlagzahl. Silva vergab zunächst die größte Chance zum Ausgleich, als er freistehend über den Kasten köpfte. Besser machte es kurz vor Schluss Kamada. Eine weite Flanke von Hinteregger schoss der Japaner aus kurzer Distanz in die Mitte, womit er Dortmunds Delaney zum Eigentor zwang. Und so gab es am Ende ein 2:2-Remis, bei dem sich die Hessen durchaus als moralischer Sieger fühlen dürfen, gegen eine Borussia, gegen die nicht jeder Bundesligist zweimal ausgleichen wird.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:2 (1:1)

Frankfurt: Trapp - Hinteregger, Hasebe, Toure (83. Chandler) - Fernandes, Kohr (67. Kamad) - Durm, Kostic- Sow - Silva, Paciencia (79. Dost)                   
Dortmund: Bürki - Hakimi, Akanji, Hummels (63. Zagadou), Guerreiro - Witsel, Delaney - Sancho (72. Brand), Reus, Hazard - Alcacer (76. Götze)

Tore: 0:1 Witsel (11.), 1:1 Silva (43.), 1:2 Sancho (66.), 2:2 Delenay (88./ET)
Gelbe Karten: Toure, Chandler - Hakimi, Hummels

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 51.000  

Ende der weiteren Informationen