Große Auszeichnung für das Eintracht Frankfurt Museum: Es erhält für seine Arbeit rund um den Verein in der NS-Zeit den Julius Hirsch Preis des DFB.

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Audioseite Eintracht Frankfurt Museum bekommt Julius Hirsch Preis

Der Leiter des Eintracht-Museums Matthias Thoma
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Das Eintracht Frankfurt Museum erhält die Hauptauszeichnung des Julius Hirsch Preises 2021. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt. Damit würdigt der DFB "die nachhaltige und umfassende Arbeit des Museums auf dem Gebiet der Erforschung, Aufarbeitung und vor allem der zeitgemäßen und breiten Vermittlung der Geschichte des Vereins in der NS-Zeit". Die Ehrung findet am 22. November im Frankfurter Palmengarten statt.

Das 2007 eröffnete Museum widmet sich zentral der kritischen Auseinandersetzung mit dem Vereinsleben im Nationalsozialismus unter den Schwerpunkten Forschung, Vermittlung und Schaffung von Erinnerungsorten. Mit seinen Projekten erreiche das Museum "nicht nur innerhalb des Vereins und seiner Anhängerschaft und Fanszene ganz unterschiedliche Zielgruppen, ihre Wahrnehmung reicht über den Verein und über die Grenzen der Stadt Frankfurt hinaus", heißt es in der Begründung der DFB-Jury.

"Es freut uns sehr und motiviert uns"

"Dass der DFB unser Konzept der Erinnerungsarbeit als beispielhaft ansieht, freut uns sehr und motiviert uns, die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus weiterhin mit Veranstaltungen, Workshops und Spurensuchen aktiv anzugehen", sagte Matthias Thoma, Geschäftsführer des Museums.

Mit dem 2005 gestifteten Preis, der an den vermutlich 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordeten siebenmaligen Nationalspieler Julius Hirsch erinnert, zeichnet der DFB jährlich Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen aus, die sich öffentlich für Demokratie und Menschenwürde einsetzen sowie sich Antisemitismus und jeder Form von Diskriminierung entgegenstellen. Die weiteren Preisträger 2021 sind der Verein Gesellschaftsspiele e.V. und der FC Victoria Wittenberg.

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