Eintracht-Trainer Adi Hütter

Damit das Weihnachtsfest bei Eintracht Frankfurt in diesem Jahr auch Spaß macht, ist ein Sieg im letzten Pflichtspiel des Jahres unabdingbar. Nebst Formschwäche plagen sich die Hessen vor der Partie in Paderborn aber auch noch mit Personalsorgen herum.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-PK vor dem Paderborn-Spiel

Adi Hütter
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Adi Hütter weiß um die Brisanz des letzten Pflichtspiels des Jahres. "Wir können alle die Tabelle lesen", sagte der Eintracht-Trainer vor dem Bundesliga-Kehraus 2019 am Sonntag (18 Uhr) beim Aufsteiger SC Paderborn. Setzt sich die Negativserie der seit vier Bundesligaspielen sieglosen Hessen fort, droht ein ungemütliches Weihnachtsfest. "Wir müssen alle an einem Strang und uns aus dem Sumpf herausziehen", appellierte Hütter am Freitag. 

Natürlich weiß der 49-Jährige um das kräftezehrende Programm der Eintracht. 30 Pflichtspiele haben seine Schützlinge in der Hinrunde bereits absolviert - zwölf mehr als der Gegner. Als Ausrede will Hütter das aber nicht gelten lassen. "Wir müssen noch einmal die letzten Reserven mobilisieren und die nötige geistige Frische an den Tag legen", forderte er.

Rode und Paciência wackeln

Nach der 2:4-Heimpleite gegen den 1. FC Köln hat sich der Österreicher mit der Mannschaft zusammengesetzt und Klartext gesprochen. "Ich erwarte, dass wir eine Reaktion und uns von unserer besten Seite zeigen", so Hütter.

Allerdings plagen die Frankfurter weiter große Personalsorgen. Neben den gesperrten Abwehrspielern David Abraham und Martin Hinteregger sowie den verletzten Torhütern Kevin Trapp und Frederik Rönnow drohen auch Mittelfeldspieler Sebastian Rode und Stürmer Gonçalo Paciência auszufallen. "Ich kann bei beiden noch kein grünes Licht geben", sagte Hütter. Er will erst am Samstag entscheiden, ob die Stammkräfte im Kader stehen.

Wer macht den Hinteregger?

Vor allem der Ausfall von Hinteregger (5. Gelbe Karte) schmerzt, trat der Abwehrspieler zuletzt doch immer häufiger auch als Torschütze in Erscheinung. "Dass er fehlt, tut uns weh, weil er zuletzt torgefährlich und gut drauf war", sagte Hütter. Wahrscheinlich wird Evan N'Dicka den Part des österreichischen Nationalspielers hinten links übernehmen.

Mit 18 Punkten stagniert die Eintracht seit Wochen im Tabellenmittelfeld der Liga. Eine Niederlage würde den Europa-League-Starter endgültig in den Abstiegskampf stürzen. "Ich bin mit der Situation natürlich nicht zufrieden", sagte Hütter.

Die voraussichtliche Eintracht-Aufstellung in Paderborn

"Jede Stunde Freizeit zählt"

Obwohl es nicht rund läuft, wollte der Coach öffentlich noch nicht über mögliche Verstärkungen in der Winterpause diskutieren. "Intern tauschen wir uns natürlich immer über den Kader aus. Aber jetzt gilt der Fokus erst einmal ganz dem Paderborn-Spiel", beschied Hütter.

Unabhängig vom Ausgang der Partie wird er die Mannschaft direkt nach dem Abpfiff in den kurzen Weihnachtsurlaub schicken. "Jede Stunde Freizeit zählt. Ich werde sie am Montag nicht mehr quälen", kündigte Hütter an. Er selbst wird die Feiertage im Kreis seiner Familie genießen. Sein Weihnachtswunsch: "Wir wollen versuchen, mit einem Sieg aus der letzten Partie zu gehen. Das wäre für das Gefühl sehr wichtig."