Andre Silva und die Eintrachtkollegen sind zumeist nur zweiter Sieger.

Zwei Spiele, null Punkte: Eintracht Frankfurt ist denkbar schlecht aus der Corona-Zwangspause gekommen. Nun kommen Gegner auf Augenhöhe. Das bedeutet: Crunchtime für die Hessen.

Videobeitrag

Video

zum Video Hütter: "Uns wird spielerisch schon wieder der Knopf aufgehen"

Eintracht PK nach Bayern
Ende des Videobeitrags

Nach dem Hinspiel sah die Welt noch ganz anders aus. Während Eintracht Frankfurt nach "einem richtigen Festtag" schon wieder von Europa träumte, gab der schwer angeschlagene FC Bayern im November nach einem 1:5-Debakel die Trennung von Trainer Niko Kovac bekannt. Schwenk in den Mai 2020: Der FC Bayern München steuert nach einem souveränen 5:2 (2:0) auf seine achte Meisterschaft in Serie zu, die Eintracht muss nach der fünften Bundesliga-Niederlage am Stück immer mehr den Blick in Richtung Abstiegskampf richten.

"Momentan sind die Bayern nicht unsere Kragenweite", räumte Sebastian Rode unumwunden ein. Der Corona-Neustart gegen die Liga-Topteams aus Gladbach und München ist ordentlich misslungen, ein erneutes Europa-Abenteuer kann in dieser Spielzeit wohl nur noch über den Pokal gelingen, wo im Juni erneut ein Gastspiel beim FC Bayern wartet.

"Dennoch Kompliment an meine Mannschaft"

"Auf der einen Seite sind fünf Gegentore einfach zu viel, das eine oder andere Gegentor haben wir selbst verschuldet", stellte Eintracht-Coach Adi Hütter fest. "Dennoch Kompliment an meine Mannschaft, die eine Reaktion auf das Gladbach-Spiel gezeigt hat. Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht."

Martin Hintereggers Doppelschlag (52. Minute/55.) war gegen die starken Münchner vor fast leeren Rängen aber viel zu wenig. Für den Rekordmeister trafen Leon Goretzka (17.), Thomas Müller (41.), Robert Lewandowski (46.), Alphonso Davies (61.) sowie Hinteregger mit einem Eigentor. "Nach dem 0:3 hätte uns wahrscheinlich keiner etwas zugetraut, nach dem Anschluss hatte ich uns schon wieder gut im Spiel gewähnt. Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben", erklärte Hütter.

"Jetzt kommen harte Wochen auf uns zu"

Für Frankfurt wirkt der Zuschauerausschluss wegen der derzeitigen Pandemie besonders gravierend, die ersten beiden Heim-Geisterspiele gingen mit 0:3 (Europa League gegen Basel) und 1:3 (gegen Gladbach) verloren. Am Dienstag (20.30 Uhr) geht es nun in der eigenen Arena gegen den SC Freiburg. "Jetzt kommen harte Wochen auf uns zu. Wir müssen gut regenerieren, das Positive aus dem Spiel mitnehmen und das Negative aufarbeiten. Ab Dienstag gilt’s", sagte Rode. Auch Hütter versuchte den Ernst der Lage - durch den Punktgewinn der Fortuna sind es nur noch vier Punkte bis zum Relegationrang - zu verdeutlichen: "Nun treffen wir auf Gegner, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen. Dann müssen wir punkten."

Ähnlich sah es Pechvogel Hinteregger, der das Positive aus der Niederlage mitnehmen will. "Bayern ist eine Mannschaft, die immer noch eine Schippe drauflegen kann. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass man hier etwas hätte mitnehmen können. Wir müssen wieder in die Spur finden und die guten Ansätze zu Punkten machen", sagte Hinteregger. Bereits am Dienstag bekommt er die Gelegenheit dazu.