Eintracht-Trainer Adi Hütter

Die Verlegung des Salzburg-Spiels setzt Eintracht Frankfurt terminlich ordentlich unter Druck. Im Mittelpunkt dabei: das Bundesliga-Spiel in Bremen. Die DFL berät am Freitag über eine mögliche Verlegung.

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Es ist ja nicht so, dass der Kalender von Eintracht Frankfurt nicht jetzt schon zum Bersten gefüllt ist. Durch die Verlegung des Europa-League-Rückspiels bei RB Salzburg auf den Freitag (18 Uhr) wird die Termin-Not bei den Hessen nun aber immens strapaziert. Denn Stand jetzt hat das Team von Trainer Adi Hütter zwischen dem Abpfiff am Freitag in Salzburg und dem Anpfiff bei Werder Bremen am Sonntag (18 Uhr) keine 48 Stunden Zeit. Eigentlich ein klarer Wettbewerbs-Nachteil.

Das sieht auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) so. Es ergebe sich dadurch "die unglückliche Situation, dass Eintracht Frankfurt (...) nur ein voller Tag zur Regeneration bleibt", hieß es am Donnerstagabend in einer Mitteilung. "Die DFL steht diesbezüglich in Kontakt mit beiden Clubs und prüft trotz großer Termin-Enge bis zum Saisonende mögliche Alternativen." Über eine eventuelle Neu-Ansetzung des Spiels der Eintracht in Bremen soll am Freitag entschieden werden.

Terminsuche dürfte schwierig werden

Die Frankfurter planen zumindest, am Freitagabend noch aus Salzburg zurückzufliegen. Das bestätigte ein Sprecher des Vereins dem hr-sport. "Die Gesundheit der Zuschauer und der Spieler geht immer vor. Das ist höhere Gewalt, auch wenn es für unsere Planungen und die der Fans mehr Aufwand bedeutet", so Sportvorstand Fredi Bobic über die Verlegung des Spiels und die Folgen.

Die Suche nach einem Ausweichtermin dürfte sich allerdings schwierig gestalten. Am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) muss Frankfurt im Viertelfinale des DFB-Pokals erneut gegen Bremen antreten, eine weitere Woche später finden bereits die Achtelfinal-Hinspiele in der Europa League statt.

SCP-Manager beschwert sicht

Der Weser-Kurier spekuliert, dass sich der kommende Montag (2. März) anbieten könnte, "um zwischen Abpfiff der Europapokalpartie und dem Anpfiff beim Duell in der Liga den obligatorischen Minimalabstand von 48 Stunden zu gewährleisten". Auch ein Termin in einem der anderen Monate sei denkbar.

Das Thema ist bereits beim Rest der Liga angekommen. Martin Przondziono, Manager beim SC Paderborn, ärgert sich im Gespräch mit der Sport Bild: "Die Ansetzung ist eine Wettbewerbsverzerrung." Bremen ist ein direkter Konkurrent des SCP im Kampf um den Abstieg. Auch für die Eintracht selbst ist das Spiel nicht unwichtig. Sollten die Hessen an der Weser verlieren, hätten die Frankfurter einmal mehr einem Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte Punkte liegen gelassen.

Sendung: hessenschau, hr-fernsehen, 27.02.2020, 19.30 Uhr