Portrait von Andreas Möller.

Die Kündigung der C-Jugendtrainer Thomas Broich und Jérôme Polenz hat das Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt in Aufruhr versetzt. Jetzt hat sich erstmals Leiter Andreas Möller zu Wort gemeldet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Thomas Broich und Jérôme Polenz verlassen die Eintracht

Thomas Broich
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"Chaos am Riederwald" - unter diesem Titel berichtete hessenschau.de in der vergangenen Woche über die Zustände im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Bundesligisten. Andreas Möller, Leiter des NLZ, widerspricht dem nun im Gespräch mit der FAZ.

Broich und Polenz überraschten Möller

"Um Gottes willen, von Chaos kann keine Rede sein. Wir sind auf einem guten Weg", so der 53-Jährige. Mehrere Mitarbeiter soll das Geschehen am Riederwald nach hr-Recherchen fassungslos zurückgelassen haben, sie beschrieben eisige Zustände. Davon will Möller nichts wissen.

Von den Abgängen von Thomas Broich und Jérôme Polenz sei er jedoch überrascht gewesen. "Bei der Kaderplanung haben wir uns schon mit den Details befasst", sagte Möller, der bei beiden schon "eine riesige Vorfreude auf die neue Runde" gespürt haben wollte.

"Ich bin so entscheidungsfreudig wie nie"

Es kam anders, beide Nachwuchstrainer kündigten ihre Verträge. Broich hatte das damit begründet, eine Auszeit zu brauchen. Polenz zieht es dagegen mit Fredi Bobic in die Hauptstadt zu Hertha BSC. Gegenüber ihm hätten die beiden nie Zweifel an der Ausrichtung und den Lerninhalten geäußert, so der NLZ-Leiter.

Möller muss nun einen neuen Trainer für die U16 suchen, Helge Rasche wird die U15 von Broich und Polenz übernehmen. "Ich bin so entscheidungsfreudig wie nie", gibt sich Möller kämpferisch.

Hellmann verteidigt Möller

Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann hatte den NLZ-Leiter im Pressegespräch am Wochenende in Schutz genommen. "Die letzten Monate waren schwer, kein Spielbetrieb, kein Training. Wo hätte Entwickungsarbeit stattfinden sollen?", sagte er, gab aber auch zu, von den personellen Entwicklungen überrascht worden zu sein. Die Kritik an Möller sei jedoch "nicht gerechtfertigt".