Eintracht Frankfurt Oliver Glasner Markus Krösche

In der Europa League sieht es für Eintracht Frankfurt blendend aus, in der Bundesliga ganz und gar nicht. Den Hessen droht Mittelmaß, Sportvorstand Markus Krösche ist das nicht genug. Er will gleich mehrere Baustellen angehen.

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Highlights: Union Berlin - Eintracht Frankfurt

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Gründe für Langeweile hat Markus Krösche, seines Zeichens Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt, aktuell nicht. Diskussionen über eine Verkaufsliste, die Geschichte um Fan-Liebling Martin Hinteregger, der sensationelle Einzug ins Europa-League-Halbfinale oder das anstehende Kräftemessen mit West Ham United: Es ist einiges los in Frankfurt. Etwas unter geht da die aktuelle Bundesliga-Saison der Hessen. Die ist seit der Niederlage bei Union Berlin so gut wie gelaufen. Ein Umstand, den Krösche bei all den anderen Themen nicht kleinreden möchte.

"Wir sind mit unserer Bundesliga-Saison nicht zufrieden - speziell mit der Rückrunde", betonte Krösche am Mittwoch in einer Medienrunde und zog ein erstes Fazit. Der Rückstand auf Europapokal-Platz sechs beträgt jetzt schon acht Punkte, auf Rang sieben, der eventuell auch noch zur Teilnahme am Europapokal berechtigen könnte, auch schon sieben. In vier Spielen ist das wohl nicht mehr aufzuholen.

Eintracht nutzt Schwäche anderer nicht

Das bittere aus hessischer Sicht: Nach den Top vier (München, Dortmund, Leipzig, Leverkusen) kommen reihenweise Teams, die die Frankfurter gerne hinter sich gelassen hätten. Der SC Freiburg, Union Berlin, der 1. FC Köln oder auch Hoffenheim haben die Schwäche anderer Top-Clubs wie Mönchengladbach oder Wolfsburg, die eigentlich vom Budget her dort hingehören, ausgenutzt - die Eintracht eben nicht.

"Das hat diverse Gründe", versucht es Krösche mit einer Erklärung vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr). Einer davon: "Wir haben momentan Probleme, gegen tiefstehende Gegner Torchancen zu kreieren." Die Hessen ließen besonders gegen schwächere Gegner reihenweise Punkte liegen, die jetzt in der Endabrechung fehlen. Ein hausgemachtes Problem.

Nun geht's um die beste Platzierung

Ein zweiter Punkt: die eklatante - und vorher so nicht bekannte - Heimschwäche. "Es ist unser Anspruch, unsere Heimspiele zu gewinnen", betonte Krösche. Zu Buche stehen in dieser Saison aber nur mickrige vier Heimsiege. Viel zu wenig für die Ansprüche der Hessen. Viel zu feiern gab es im Stadtwald auf Bundesliga-Ebene nicht.

In der Bundesliga könnte es für die Eintracht daher am Ende ein böses Erwachen geben. Ein Umstand, den Krösche mit ein paar Erfolgen zum Schluss beschönigen möchte. "Es geht darum, die bestmögliche Platzierung zu erreichen", gibt der Sportvorstand die Richtung vor. Jeder Platz in der Endabrechnung bringt ja auch bares Geld in die knappen Eintracht-Kassen.

"Wissen, dass wir extrem viele Baustellen haben"

Denn auch er weiß: "Auch wenn die Europa League vieles überstrahlt, wissen wir, dass wir extrem viele Baustellen haben. Die Bundesliga ist immer unsere Basis. Wir dürfen niemals den Fokus auf die Bundesliga verlieren." Auch wenn die Highlights und wichtigen Themen in den letzten Wochen dieser Saison dieses Mal andere sein dürften.

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