Eintracht-Trainer Oliver Glasner gibt die Richtung vor.

Eintracht Frankfurt reist mit fast vollständigem Kader bei Fenerbahce Istanbul an. Trainer Oliver Glasner gibt die Richtung vor. Das Ziel ist klar: Mit einem Sieg das Europa-League-Achtelfinale klarmachen.

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Kevin Trapp und Oliver Glasner auf der Pressekonferenz
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Selbst Kevin Trapp hatte in diesem Moment nicht mit diesem energischen Auftritt seines Trainers auf der Pressekonferenz gerechnet. Der Torhüter von Eintracht Frankfurt hatte vor der Abreise nach Istanbul am Mittwochnachmittag mit Blick auf die Tabellenkonstellation in Gruppe D gesagt: "Wir fliegen nicht nach Istanbul, um dann zu sagen, dass uns ein Unentschieden reicht. Wir wollen das Spiel am Ende auch gewinnen."

Glasner will keinen Rechenschieber mitnehmen

Kaum hatte Trapp das letzte Wort gesagt, sah Glasner den Moment zum Eingriff gekommen – und das ungefragt: “Es ist der völlig falsche Ansatz darüber nachzudenken, ob ein Unentschieden reicht oder wie die Tabellensituation ist." Der Trainer bemängelte noch einmal den letzten Bundesliga-Auftritt in Hoffenheim und forderte für Donnerstagabend (18.45 Uhr, live im Audiostream bei hr-iNFO) eine andere Performance: "Es geht darum, dass wir besser verteidigen, die Räume enger machen und dem Gegner Schwierigkeiten bereiten, in unseren Strafraum einzudringen."

Glasner betonte: "Wir beschäftigen uns mit unserer Qualität und sitzen nicht mit dem Rechenschieber im Flugzeug." Die Ausgangslage lässt sich dennoch nicht vollumfänglich ausblenden. Den Frankfurtern, die in der Türkei "aufgrund rechtlicher Vorgaben" auf ihre Anhänger verzichten müssen, reicht ein Punkt zum sicheren Einzug ins Achtelfinale.  

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Daicha Kamada und Rafael Borré bei einem Freistoß in der Europa League
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Nur Lindström fällt aus

Sollten die Hessen als Gruppensieger weiterkommen, hätte der Klub bereits rund neun Millionen Euro an Prämien eingenommen. Ein Nichtangriffspakt von Gijón - die älteren Leser werden sich an die Vorkommnisse bei der Weltmeisterschaft 1982 erinnern - soll sich am Bosporus allerdings nicht wiederholen, auch wenn es für Istanbul nicht mehr um den Einzug in die K.o.-Runde geht. Die Eintracht, das machen Glasner und Trapp klar, will drei Punkte holen und den Blick auf den anderen Platz vermeiden.

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Istanbul

Ob Glasner dennoch die Rotationsmaschine anwirft, ließ er offen. Eine Veränderung wird es definitiv geben, da Jesper Lindström mit leichten Oberschenkelproblemen ausfällt. Christopher Lenz, der nach monatelanger Ausfallzeit inzwischen vollständig und schmerzfrei mittrainiert, ist wohl noch keine Option für die Startelf. Ansonsten aber kann der Eintracht-Trainer beim ersten von vier Pflichtspielen in den kommenden neun Tagen aus dem Vollen schöpfen.