Eintracht Frankfurt hat nur wenige Stunden nach dem Abgang von Filip Kostic reagiert und Luca Pellegrini verpflichtet. Der Italiener soll künftig die linke Außenbahn der Hessen beackern, das Spiel in Berlin kommt für ihn aber noch zu früh.

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Eintracht schnappt sich Schnäppchen Pellegrini

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Eintracht Frankfurt hat am späten Freitagabend einen Ersatz für Filip Kostic präsentiert. Luca Pellegrini stößt auf Leihbasis von Juventus Turin nach Hessen, also eben von jenem Verein, zu dem Kostic am selben Tag gewechselt war. Von einer Kaufoption für den 23-Jährigen wurde zumindest nichts verlautbart.

Freude auf die Fans, hoffen auf gutes Essen

"Luca Pellegrini kann auf der linken Außenbahn beide Defensivpositionen ausfüllen – sowohl vor einer Dreierabwehrkette als auch eine Position tiefer in einer Viererkette", hob Sportvorstand Markus Krösche die Stärken des Italieners hervor. Durch den gebürtigen Römer werde die Eintracht noch flexibler, ist er sich sicher.

Pellegrini selbst versprach, alles für den Verein zu geben, freut sich besonders auf die lautstarken Fans und hofft, dass er das gute italienische Essen nicht allzu sehr vermissen wird. Frankfurt ist die erste Auslandsstation des 23-Jährigen.

Markus Krösche und Luca Pellegrini

Ein Linksaußen zum Schäppchenpreis

Die Eintracht hofft wiederum, dass Pellegrini den schmerzlichen Abgang von Kostic ein wenig abmildern kann. Und: Der einmalige Nationalspieler scheint ein echtes Schnäppchen zu sein.

Wie die Bild weiß, zahlen die Hessen für Pellegrini keine Leihgebühr. Von seinem Gehalt von rund drei Millionen Euro übernimmt Juventus weiterhin den Löwenanteil. Die Eintracht zahlt nur eine Million. Der Deal muss auch als Kompensation für den Kostic-Transfer verstanden werden, für den die Italiener "nur" einen Basisbetrag von zwölf Millionen Euro zahlen.

In Berlin spielt Lenz

Das Spiel bei Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr) kommt für den Italiener allerdings noch zu früh. Zudem hatte Trainer Oliver Glasner Christopher Lenz eine Einsatzgarantie für die Partie in seiner Geburtsstadt gegeben. Künftig werden sich Lenz und Pellegrini aber um einen Stammplatz streiten müssen.