Markus Krösche

Ab dem Sommer bekommt Eintracht Frankfurt eine zweite Mannschaft. Gestartet wird in der Hessenliga. Sportvorstand Markus Krösche hat nun erste Einblicke gegeben, wie das Team aufgestellt werden soll.

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Eintracht plant Wiedereinführung der U23

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Wie soll die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt ab dem Sommer aussehen? Die neue U23 des Bundesligisten startet ab der kommenden Saison in der Hessenliga, das ist in jedem Fall klar. Ansonsten ist das neue Eintracht-Team noch eine absolute Baustelle. Sportvorstand Markus Krösche hat in einer Medienrunde unter der Woche nun aber erstmals Einblicke gegeben, wie die U23 der Frankfurter zukünftig aussehen soll.

Rein personell soll das Label U23 auch mit Leben gefüllt werden. Bedeutet: Alt-Stars sind bei der zweiten Mannschaft nicht vorgesehen. "Wir werden keine Millionentruppe aufbauen, große Gehälter zahlen oder externe Spieler dazu holen. Die zweite Mannschaft soll für junge Spieler da sein", betonte Krösche.

Am Anfang wird es Kompromisse geben

Die Begründung dafür: "Das Ziel der zweiten Mannschaft ist, dass dort junge Spieler spielen können und nicht irgendwelche erfahrene Profis runtergeschickt werden, um Matchpraxis zu sammeln. Damit hilfst du den Spielern und auch der Mannschaft nicht. Das ist nicht optimal, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, und damit keine Option." Konkret soll es eine Kombination aus U19-Spielern und ein paar externen Neuzugängen geben. Marcel Wenig beispielsweise wurde bereits verpflichtet.

Das ist für die erste Saison keine einfach zu lösende Aufgabe. Man müsse dort auch Kompromisse eingehen, gestand Krösche. Externe Zugänge seien unvermeidbar. "Wir brauchen ja eine vernünftige Mannschaft", so der Frankfurter Sportvorstand. Das könne auch zu einer "Zwitter-Situation führen", erklärte er weiter. Spätestens nach zwei Jahren soll die Übergangsphase aber abgeschlossen sein.

Neuer Trainer noch nicht gefunden

Rund um das Team werden die Baustellen jedoch zum Glück kleiner. Ein Trainer ist zwar noch nicht da (auch wenn die Bild am Freitag Daniyel Cimen ins Gespräch gebracht hat), mit Patrick Ochs ist aber zumindest ein Sportlicher Leiter bereits gefunden. Er kümmert sich dabei einerseits um die U23 der Eintracht, andererseits aber auch die U19, U17 und U16. Ochs hat seine Arbeit bereits aufgenommen.

Ebenfalls neu dabei ist Ralph Gunesch, der als sogenannter Übergangstrainer bei den Frankfurter angestellt wird. "Uns geht es darum, dass er begleitet, übergeordnet ist und trotzdem nah dran am Trainer bleibt. Er soll den individuellen Weg der Jungs begleiten", gab Krösche einen Einblick in das Aufgabengebiet des Ex-Profis.

Gunesch soll Erfahrung weiterreichen

Gunesch und Krösche hätten eine "hohe Deckungsgleiche", wenn es um Fußball geht, erklärte der Eintracht-Manager. Zudem sei Gunesch ein Profi, der auch die schlechten Seite in einer Karriere gesehen hätte.

"Ralph hat unterschiedliche Entwicklungen als Spieler genommen, in unterschiedlichen Vereinen, unterschiedliche Positionen bekleidet, war auch mal nicht im Kader oder verletzt und hat auch mal schlechtere Zeiten erlebt als Spieler", berichtet Krösche. "Das kann er den Jungs mitgeben und aus eigener Erfahrung speisen."