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Hitlergruß-Fans ermittelt

Die beiden Männer, die beim Spiel von Eintracht Frankfurt in Marseille den Hitlergruß gezeigt haben sollen, sind identifiziert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt kann aber nur gegen einen von beiden ein Strafverfahren einleiten.

Der Staatsschutz der Frankfurter Kriminalpolizei hat in Zusammenarbeit mit der französischen Polizei die beiden Männer identifiziert, die vor dem Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille den Hitlergruß gezeigt haben sollen. Wie der Hessische Rundfunk am Freitag aus Ermittlerkreisen erfuhr, gehört aber nur einer der beiden Männer zur Frankfurter Fanszene.

Staatsanwaltschaft ist nur in einem Fall zuständig

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 21-Jährigen, den die Staatsanwaltschaft Frankfurt der "Problemfanszene" zuordnet. Besagter Fan ist wohl auch jener, der sich noch in Marseille bei der Eintracht gemeldet und die Vorwürfe bestritten hatte. Gegen den 21-Jährigen wurde trotzdem ein Strafverfahren eingeleitet.

Ein solches wird es für den zweiten Mann zumindest in Frankfurt nicht geben. Bei dem vermeintlichen Eintracht-Anhänger soll es sich um einen im Ausland lebenden Bosnier handeln, der nicht zur Fanszene gehört. Für ihn ist das deutsche Rechtssystem nicht zuständig.

Ermittlungen auch wegen Pyro-Attacken

Neben den Hitlergrüßen beschäftigen auch die Pyro-Attacken die deutsche Justiz. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt, weil unbekannte Eintracht-Fans Feuerwerkskörper in den Marseiller Fanblock geschossen haben. Solche Attacken sind vielfach auf Video dokumentiert. Vor allem aber auch Attacken in umgekehrter Richtung, nämlich aus dem Marseiller Fanblock in den Gästeblock. Bei einer dieser Attacken wurde ein Eintracht-Fan aus Friedrichsdorf (Hochtaunus) schwer verletzt.

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