Rafael Borré darf bei seinem Eintracht-Debüt gleich jubeln.

Rafael Santos Borré hat bei seinem Debüt im Trikot von Eintracht Frankfurt gleich erste Akzente gesetzt. Erinnerungen an den früheren "Büffel" Ante Rebic wurden wach.

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Ein Eintracht Frankfurt Spieler krätscht.
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Es dauerte im Testspiel zwischen Eintracht Frankfurt und am AS Saint-Étienne an diesem sonnigen Samstagnachmittag nicht lange, bis die 10.000 zugelassenen Fans erstmals laut wurden. Sie bekamen eine Balleroberung zu sehen, die einen Hauch von Ante Rebic durch das weite Rund wehen ließen. Der Pokalheld und frühere Publikumsliebling ging keinem Zweikampf aus dem Weg, der erste Eintracht-"Büffel" gab keinen Ball verloren. Neuzugang Rafael Santos Borré wirkt ähnlich robust. In dieser neunten Minute setzte er seinen Körper geschickt ein und holte einen Freistoß heraus, den Martin Hinteregger anschließend nur denkbar knapp am Tor vorbeiköpfte.

Hinteregger erklärt die Elfmeter-Verwirrung mit Borré und Barkok

Es war nicht der einzige auffällige Moment des Kolumbianers, der auch am Führungstor entscheidend beteiligt war. Nach einer Flanke von Danny da Costa scheiterte Borré noch am Schlussmann, den Abstauber verwandelte Christopher Lenz. Weitere Auffälligkeiten? Noch eine Balleroberung in der zehnten Minute, eine technisch feine Ballannahme mit anschließendem Torabschluss in Minute 23. Und nach 41 Minuten durfte der Angreifer erstmals mit den Anhängern jubeln, er verwandelte einen an Daichi Kamada verursachten Foulelfmeter eiskalt.

Kurz vor der Ausführung dieses Strafstoßes gab es allerdings Verwirrung, weil sich Aymen Barkok den Ball schnappte. Martin Hinteregger stellte aber nach Abpfiff klar: "Da hatte Aymen bei der Besprechung wohl nicht ganz genau hingehört. Vorher hat André Silva die Elfmeter geschossen, daher ist es die einzig logische Entscheidung, dass Rafa schießt. Es ist wichtig, dass er gut ankommt und gleich ein Tor schießt. Deswegen musste ich in dem Moment die 70 Meter mehr machen."

Krösche und Glasner loben Borré-Auftritt

Hintereggers Gang hatte sich gelohnt. Borré rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen. Und schon nach wenigen Tagen wird klar, dass die Frankfurter einen richtig guten Fang gelandet haben könnten. Der 25-Jährige war sofort im Spiel integriert, er kämpfte solange die Kräfte es zuließen, war viel unterwegs. Sportvorstand Markus Krösche lobte im Gespräch mit dem hr-sport: "Dafür, dass er noch nicht so lange da ist, macht er viele Dinge intuitiv richtig. Rafael arbeitet viel für die Mannschaft und kann sich Torchancen erarbeiten."

Natürlich gibt es noch Luft nach oben, die Abstimmung wird sich noch verbessern müssen, auch konditionell muss der erst vergangenen Montag ins Training eingestiegene Nationalspieler noch einiges aufholen. Doch Trainer Oliver Glasner zog ebenfalls ein positives erstes Fazit: "Man hat schon im Training gesehen, dass Rafael sehr ehrgeizig ist. Er hat viele Bälle gewonnen."

Erinnerungen an "Büffel" Rebic werden wach

Ein neuer "Büffel" also für die Eintracht? Für ein endgültiges Urteil ist es nach den ersten 62 Minuten im neuen Trikot noch zu früh. Doch die ersten Ansätze, die an den Vize-Weltmeister Rebic erinnern, werden auch bei den Anhängern gute Gefühle auslösen.