Rafael Santos Borré, hier noch im Trikot von River Plate

Stürmer Rafael Santos Borré ist in Frankfurt angekommen. Der Kolumbianer sprüht vor Tatendrang - und möchte seine zweite Chance in Europa unbedingt nutzen.

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Audioseite Die komplette Pressekonferenz mit Rafael Santos Borré

Rafael Santos Borré steht am Pfosten
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Rafael Santos Borré war erst ein paar Stunden in Deutschland, als er sich am Freitagnachmittag in Frankfurt vorstellte. Und doch begann er die Pressekonferenz sofort mit einer Begrüßung auf Deutsch: "Guten Tag, ich freue mich, hier zu sein", rief er den anwesenden Journalisten zu. Von seinen Erwartungen an die Eintracht und die Bundesliga erzählte er dann aber doch noch auf Spanisch und ließ übersetzen.

Borré lobt Ben Manga und Markus Krösche

Der 25-Jährige berichtete von einem "sehr positiven ersten Gefühl", das er in Frankfurt habe. Überhaupt sei einer der Hauptgründe für seinen Wechsel zur Eintracht die "menschliche Qualität" gewesen, die er bei Gesprächen mit Ben Manga und Markus Krösche vorgefunden habe. "Es ist ein Verein, der ein familiäres Gefühl vermittelt. Das hat mir zusätzliche Sicherheit gegeben."

Doch auch sportlich glaubt der Kolumbianer, eine neue Heimat gefunden zu haben. "Ich würde mich als sehr anpassungsfähigen Spieler beschreiben", sagte er und charakterisierte sein Spiel als "total offensiv ausgerichtet und immer in der Nähe des gegnerischen Sechzehners". Der Neuzugang weiß, dass er damit gut in das Anforderungsprofil von Trainer Oliver Glasner passt. "Das Spiel bei ihm ist von Offensivdrang und hohem Pressing geprägt. Das ist für mich nicht ungewohnt."

Neustart in Europa

Nachdem er sich einst bei Atletico Madrid und dem FC Villarreal nicht durchsetzen konnte, ist es für Borré ein Neustart in Europa. "Bei meiner ersten Station in Europa hat mir vielleicht die Reife gefehlt", sagte er heute. Als er bei Atletico einen Vertrag unterschrieb, war er gerade 19 Jahre alt. "Der Schritt damals war sehr groß. Bei River Plate bin ich zuletzt aber zu einem besseren Spieler gereift, sodass ich nun mit einem anderen Gesicht nach Europa zurückkehre."

Borré, der sich bei seinen Landsmännern James Rodríguez und Jhon Cordoba über die Bundesliga erkundigt hatte, stößt wegen seiner Teilnahme an der Copa America mit der kolumbianischen Nationalmannschaft erst jetzt zu seinem neuen Team. "Ich bin heiß darauf, zu trainieren, und möchte das baldmöglichst mit der Mannschaft tun." Glasner dürfte diesen Tatendrang erfreut zur Kenntnis nehmen.