Ilsanker im Zweikampf mit Bittencourt

Eintracht Frankfurt hat seine Sieglos-Serie im Kampf um den Klassenerhalt zu einem enorm wichtigen Zeitpunkt durchbrochen. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt. Gegen Werder Bremen kommt es nun zu einem Endspiel.

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Adi Hütter und Spieler von Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt und Werder Bremen sind die großen Gewinner des 29. Spieltags, die Konkurrenz zeigt im Bundesliga-Abstiegskampf dagegen Nerven. Von den sieben um das sportliche Überleben kämpfenden Teams landeten am Pfingstwochenende lediglich die Mannschaften von Adi Hütter und Florian Kohfeldt Siege.

Am Mittwoch (20.30 Uhr) treffen die Konkurrenten im Nachholduell an der Weser aufeinander. Anschließend ist die Tabelle begradigt – und vor dem Spannung versprechenden Saison-Showdown noch aussagekräftiger.

Eintracht Frankfurt gegen Bremen: spannend und brisant

Die Partie zwischen Bremen und Frankfurt birgt neben der sportlichen Lage zusätzliche Brisanz. Denn das Verhältnis zwischen Eintracht und Werder gilt als getrübt. Noch vor der Coronakrise warfen die Hessen die Hanseaten aus dem DFB-Pokal, dabei verletzte sich Werder-Verteidiger Ömer Toprak schwer.

Außerdem sollte drei Tage vorher das nun für Mittwoch angesetzte Liga-Duell stattfinden. Dies wurde trotz lautstarker Bremer Proteste verschoben, weil die Eintracht noch zwei Tage zuvor in der Europa League gefordert war.

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Die Frankfurter fühlen sich nach dem 2:1 in Wolfsburg am Samstag im Aufwind. Trainer Adi Hütter will sich mit seinem Team nach dem ersten Bundesliga-Sieg seit fast vier Monaten in Bremen aller Abstiegssorgen entledigen. Im umgekehrten Fall könnte es für die Hessen (32 Punkte) noch einmal richtig eng werden. "Bremen ist auch gut drauf, das wird ein sehr wichtiges Spiel", sagte Torwart Kevin Trapp nach dem Sieg beim VfL.

"Wir müssen dort genau da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben." Und Hütter warnte: "Wir sind immer noch in Gefilden, die gefährlich sind. Aber ich glaube einfach, dass die Mannschaft lebt, einen guten Zusammenhalt und einen guten Spirit hat. Wenn man die Leistung in Wolfsburg gesehen hat, bin ich absolut zuversichtlich, dass wir auch in Bremen punkten können."

Auch Werder ist im Aufwind

Allerdings: Auch Bremens Lage hat sich im Vergleich zur Situation vor der Englischen Woche enorm verbessert. Bis Rang 15 (Mainz) fehlen nur noch drei Zähler, zum Relegationsrang 16, den Fortuna Düsseldorf belegt, sind es gar nur zwei. Das Wichtigste aus Werder-Sicht: Das Team kann sich nun aus eigener Kraft befreien.

Kein Wunder, dass Werder das Spiel am Mittwoch kaum noch abwarten kann. "Wir haben keinerlei Zeit, uns jetzt zu freuen. Wir müssen fokussiert und konzentriert bleiben", sagte Kohfeldt direkt nach dem Bremer Sieg in Gelsenkirchen (1:0) mit Blick auf das Frankfurt-Spiel fast ein wenig ungeduldig: "Wir haben noch sechs Endspiele."