Aymen Barkok im Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt reist zum Champions-League-Vor-Endspiel nach Dortmund, aber alle unterhalten sich über Adi Hütter. Dabei haben die Hessen noch ein dickes Personalproblem. Das Wichtigste zum Spiel.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Tabellenvierter trifft Tabellenfünften: Wenn Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) zu Borussia Dortmund reist, geht es in erster Linie um die Champions League. Gewinnen die Hessen, ist das Polster mehr als üppig, verlieren sie jedoch, ist der BVB dran an der Eintracht.

Die Ausgangslage

Die Welt von Eintracht Frankfurt ist, wenn man nur auf die Tabelle und die damit verbundenen Möglichkeiten blickt, rosarot. Gewinnen die Hessen in Dortmund, rückt der Traum von der erstmaligen Teilnahme an der Champions League in greifbare Nähe. Tja, wären da nicht all diese Nebengeräusche, die keinem Fußball-Club auf dieser Welt gut tun.

Dass Sportvorstand Fredi Bobic die Eintracht verlassen möchte, es aber, erstens, immer noch keine Vertragsauflösung gibt und, zweitens, ein Nachfolger trotz Spekulationen immer noch nicht in Frankfurt aufgeschlagen hat, ist das eine. Pünktlich vor dem Spitzenspiel in Dortmund hat die Eintracht aber noch eine veritable Trainer-Diskussion. Verlässt Erfolgscoach Adi Hütter die Hessen eventuell in Richtung Mönchengladbach? Es ist aktuell, das lässt sich nicht anders ausdrücken, eine ganze Bandbreite an Störfeuern. Oder anders ausgedrückt: Die Eintracht kämpft in Dortmund irgendwie gegen alle Widerstände.

Für den BVB ist die Ausgangslage - rein sportlich gesehen - absolut klar: Ein Sieg muss um jeden Preis her. Die Dortmunder gehören qua Selbstverständnis in die Champions League. Verlieren die Schwarz-Gelben jedoch gegen die Frankfurter, brauchen die Westfalen ein mittelschweres Wunder, um das Ziel noch zu erreichen. Und: Auch der BVB hat eine nervige Causa an der Backe. Dazu aber später mehr.

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Das Personal

Die Eintracht kämpft gegen alle Widerstände? Das hat nicht nur mit Bobic und Hütter zu tun. Die Defensive der Frankfurter stellt sich am Samstag quasi von selbst auf, da Makoto Hasebe gelbgesperrt fehlt und Martin Hinteregger, weiter verletzt ausfällt. Einzige gute Nachricht: Erik Durm ist nach wochenlanger Pause zurück und dürfte direkt in der Startelf stehen.

Beim BVB meldeteten sich Marco Reus und Raphael Guerreiro rechtzeitg fit für die Partie am Samstag. "Marco und Rapha haben gut trainiert. Wir gehen davon aus, dass sie eine Option sind für das Wochenende. Auch bei Mateu Morey könnte es schon reichen", sagte BVB-Coach Edin Terzic.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung in Dortmund

So könnte der BVB spielen: Hitz - Meunier, Can, Hummels, Guerreiro - Delaney - Bellingham, Dahoud - Reus, Hazard - Haaland

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir wollen auf Sieg spielen und die Chance nutzen, einen wichtigen Gegner auf Distanz zu halten. Das ist eine schwere Aufgabe und für mich das aktuell Wichtigste. Wir müssen gut verteidigen. Sie haben viele gute Spieler, viel Klasse, sind bei Standards gut. Aber es ist mir wichtig, dass wir mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen, dass wir mutig Fußball spielen und zeigen, dass wir auf Platz vier bleiben wollen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Unruhe zur Unzeit: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel in Dortmund

Adi Hütter
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Edin Terzic: "Dass das ein unglaublich wichtiges Spiel ist, sieht man an der Tabellensituation. Ob es Endspiel-Charakter hatte, werden wir nach der Saison sehen. Aber es ist natürlich richtungsweisend mit Blick auf unser Saisonziel. Marco Reus und Raphael Guerreiro haben beide gut trainiert, so dass wir davon ausgehen, dass sie eine Option sind."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Hasebe gesperrt, Hinteregger verletzt - da steht gegen Dortmund ganz unweigerlich Stefan Ilsanker im Mittelpunkt. Der Österreicher wird im Zentrum der Dreierkette verteidigen. Ein Job, den der Defensiv-Allrounder schon beim Remis in Leipzig mit Bravour löste. In Dortmund wird er es mit ähnlichen Kalibern zu tun bekommen. Beispielsweise mit ...

... Erling Haaland. Der Norweger steht beim BVB sowieso so gut wie immer im Mittelpunkt. In dieser Woche prägte er aber auch die Schlagzeilen. Der Jungstar prüft offenbar seine Transferoptionen. Alf-Inge Haaland, Vater des Stürmers, und dessen Berater Mino Raiola trafen sich am Donnerstag mit Vertretern des FC Barcelona. Spanische Medien wollen erfahren haben, dass Haaland in Dortmund bereits seinen Wechselwunsch für diesen Sommer hinterlegt habe. Und, zack, da sind sie auch beim BVB, die nervigen Nebengeräusche.

Die Statistik zum Spiel

Wenn die Eintracht um 15.30 Uhr den Rasen betritt, muss sie zu allem Übel auch noch zwei Widerständen aus dem Statistikbereich trotzen. Zum einen gelange der Hütter-Elf - bei aller Auswärtsstärke in dieser Saison - noch kein Sieg in der Fremde bei einem Team aus der oberen Tabellenhälfte. Besonders schmal wird die Ausbeute bei Duellen gegen Champions-League-Konkurrenten. Nur in Leipzig holte die Eintracht einen Punkt.

Zum anderen kommt erschwerend hinzu, dass die Hessen nun schon seit acht Spielen gegen den BVB sieglos sind - so lange wie gegen kein anderes Bundesliga-Team. Um all das kurz zu sagen: Widerstände, wo man nur hinsieht. Aber vielleicht überwindet die Eintracht sie ja am Ende alle.