Daichi Kamada jubelt

Die Europa-Eintracht ist zurück. Nach dem Sieg bei Betis Sevilla dürfen die Frankfurter von der nächsten Runde träumen. Dass das Viertelfinale noch nicht quasi fix ist, lag vor allem an einem Spieler.

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Eintracht Frankfurt: Die komplette Pressekonferenz nach dem Spiel in Sevilla

Oliver Glasner
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Eintracht Frankfurt hat gute Chancen aufs Viertelfinale der Europa League. Die Hessen gewannen am Mittwochabend beim spanischen Erstligisten Betis Sevilla mit 2:1 (2:1) und haben damit vor dem Rückspiel alle Chancen auf ein Weiterkommen. Filip Kostic (14.) und Daichi Kamada (32.) trafen für die Eintracht, Nabil Fekir (30.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. "Ich bin sehr happy über unsere Leistung heute", sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner nach der Partie. "Aber eigentlich gehen wir jetzt erst in die Halbzeit." (Mehr Stimmen zum Spiel gibt es hier.)

Vor 45.000 Zuschauern, darunter mindestens 3.000 Eintracht-Fans, entwickelte sich von Beginn an ein Schlagabtausch, der einem Europa-League-Achtelfinale gerecht wurde. Die Eintracht begann mit sehr hohem Pressing und landete den ersten Treffer. Vom linken Flügel zwirbelte Schlitzohr Kostic den Ball in Richtung langen Pfosten, Betis-Keeper Claudio Bravo war überrascht – und geschlagen (14.).

Kamada schlägt sofort zurück

Nach dem Führungstor zogen sich die Frankfurter zurück und überließen Sevilla den Ball. Die Hausherren waren gegen die kompakte Eintracht-Abwehr aber zunächst nicht gefährlich. Vor allem Abräumer Kristijan Jakic überzeugte in der Frankfurter Zentrale. So brauchte es die individuelle Klasse von Fekir für den Ausgleich. Der Starspieler aus Frankreich hatte einmal Platz am Strafraum, ließ Landsmann Evan N’Dicka mit einer simplen Körpertäuschung aussteigen und schlenzte ins lange Eck (30.).

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Eintracht gewinnt in Sevilla

Knauff Eintracht Frankfurt
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Ein Dämpfer für die Eintracht, der aber nur zwei Minuten andauerte. Dann war Mr. Europacup Kamada zur Stelle und schob nach einem üblen Fehler der Betis-Abwehr eine Vorlage von Jesper Lindström ins leere Tor ein. Es war das vierte Tor des Japaners im siebten Europa-League-Spiel.

Borré kriegt den Ball einfach nicht rein

Auch nach dem Seitenwechsel verlor das Spiel kein Stück seiner Dynamik. Immer wieder überbrückten beide Teams blitzschnell das Mittelfeld, teilweise gab es innerhalb einer Minute Chancen auf beiden Seiten. Vor allem die Eintracht erspielte sich angetrieben vom starken Kamada Top-Gelegenheiten, ließ aber die Möglichkeiten auf die Vorentscheidung in diesem Duell aus.

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Sevilla-Eintracht: Die Tore zum Nachhören

Eintracht-Jubel
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Das lag vor allem an Rafael Borré, der den Ball an diesem Mittwoch trotz bester Chancen einfach nicht im Betis-Tor unterbrachte. Erst schoss der Angreifer einen Handelfmeter schwach in die Arme von Keeper Bravo (52.), dann scheiterte er jeweils freistehend am Sevilla-Schlussmann (65./67.). So ist das 2:1 zwar eine tolle Ausgangsposition für das Rückspiel kommende Woche in Frankfurt, aber am Ende angesichts der vielen Möglichkeiten fast zu wenig.

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Betis Sevilla – Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)

Sevilla: Bravo - Sabaly, Pezzella, Gonzalez, Ruibal (77.Tello) - Rodriguez, William (61.Miranda) - Canales, Fekir,  Juanmi (61.Joaquin) - Willian Jose (77. Iglesias)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, N'Dicka - Knauff, Sow, Jakic, Kostic - Lindström (73.Hauge), Kamada (78.Lenz) – Borre (86.Lammers)

Tore: 0:1 Kostic (14.), 1:1 Fekir (30.), 1:2 Kamada (32.)

Gelbe Karten: Fekir / Sow, Hinteregger
Besondere Vorkommnisse: Borre vergibt Handelfmeter (52.)

Schiedsrichter: Guida (Italien)
Zuschauer: 45.000

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