Ajdin Hrustic und Djibril Sow wussten gegen den FCA zu überzeugen.

Ajdin Hrustic und Djibril Sow haben im Zusammenspiel gegen den FC Augsburg durchaus überzeugen können. Kompensiert Eintracht Frankfurt den Ausfall von Sebastian Rode ohne externe Verstärkung?

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Eintracht Frankfurt - FC Augsburg
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Die Anfangsphase zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Augsburg verlief wackelig. Ajdin Hrustic musste sich am Samstagnachmittag in neuer Rolle als defensiver Mittelfeldspieler erst einfinden, auch Djibril Sow benötigte einige Minuten Anlaufzeit. Doch die im neuen System spielenden Hessen fanden sich im Laufe der Partie peu á peu besser zurecht. Die offensive Ausrichtung von Trainer Oliver Glasner, der hinter den vier Angreifern eine nach vorne gerichtete Zentrale stellte, wurde zwar nicht mit drei Punkten belohnt. Doch die Ansätze stimmten.

Hrustic und Sow überzeugen gegen Augsburg

Das Duo vor der neu formierten Viererkette bereitete den sehr defensiv orientierten Augsburgern große Schwierigkeiten. Sow lobte seinen Nebenmann Hrustic nach Spielschluss: "Ajdin bewegt sich viel, er ist gut anspielbar. Das macht das Zusammenspiel leichter." Der Schweizer mahnte zugleich: "Was wir noch finden müssen, ist die richtige Balance. Wir dürfen die defensive Stabilität nicht vernachlässig und kopflos nach vorne rennen."

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Oliver Glasner
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Doch Glasner wirkt häufig auf seine Spieler ein, der Österreicher sucht die permanente Kommunikation mit den Eintracht-Profis. Nach rund drei Jahren, in denen die Frankfurter stets in der gewohnten Dreierkette aufliefen, müssen die Mechanismen noch greifen. "Es ist ganz normal, dass es dann eine Findungsphase gibt", stellte Glasner fest.

Sow will zum Führungsspieler aufsteigen

In der Schaltzentrale könnte diese Suche nach der richtigen Mixtur aber schneller abgeschlossen sein als auf anderen Positionen. Dies liegt ursächlich an den Fähigkeiten der beiden Protagonisten. Hrustic glänzt mit einer feinen Ballbehandlungen, er ist der etwas kreativere Spieler und Ballverteiler, der mit seinem starken linken Fuß auch aus der zweiten Reihe für Gefahr sorgen kann. Sow hingegen marschiert mit Ball am Fuß und großen Schritten durch das Mittelfeld, er zeigt seine Qualitäten als Box-to-Box-Player immer häufiger, seine Übersicht ist eine große Stärke.

In seinem dritten Jahr bei der Eintracht will er nun auch mehr Verantwortung übernehmen: "Wir haben jetzt eine junge Mannschaft und es gehört dazu, dass ich den Schritt machen muss. Ich kann nicht immer auf erfahrenere Spieler angewesen sein. Das ist mein Anspruch und der vom Trainer." Es sind Worte, die Sow nun regelmäßig untermauern möchte. Für die Eintracht käme eine Leistungsexplosion kurz vor Abschluss der Transferperiode am 31. August zum richtigen Zeitpunkt.

Muss die Eintracht wirklich noch im defensiven Mittelfeld nachlegen?

Nach der Verletzung von Sebastian Rode haben die Frankfurter die Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler intensiviert. Makoto Hasebe wird nicht mehr jünger, Stefan Ilsanker agierte in der Vergangenheit in dieser Rolle oftmals zu fehlerbehaftet. Mit Sow und Hrustic könnte die Zeit bis zur Rückkehr von Rode überbrückt werden.

Die Eintracht muss auf einem schwierigen Corona-Transfermarkt das Budget nämlich ganz genau im Blick behalten. Zur Erinnerung: Finanzvorstand Oliver Frankenbach verkündete im Sommer einen 45-Millionen-Verlust, der Umsatz hat sich auf 150 Millionen Euro halbiert. Da es kaum werthaltige Verkäufe gibt und der Kader noch immer zu groß ist, muss die Eintracht bei der Suche nach Neuzugängen sehr intelligent planen.

Rode-Lücke wird möglicherweise intern geschlossen

Welche Lücke ist größer? Hier zeigte das Augsburgspiel erneut auf, dass ein Stoßstürmer, der Flanken verwerten und hohe Zuspiele festmachen kann, fehlt. Zwar fahnden die Hessen auch intensiv nach einem defensiven Mittelfeldmann, doch ganz vorne drückt eher der Schuh. Die gute Performance von Hrustic und Sow könnten den Eindruck, die Rode-Lücke intern zu kompensieren, verstärken.

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