Collage André Silva, Bas Dost und Djibril Sow

Für die Sommer-Neuzugänge André Silva, Bas Dost und Djibril Sow war es eine Bundesliga-Hinrunde zum Vergessen. Im Januar soll der Neuanfang her, nachdem es zuvor laut Trainer Adi Hütter "massive Probleme" gab.

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Eintracht-Stürmer Bas Dost
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An der Mannschaft lag es nicht. Filip Kostic, Makoto Hasebe und Co. sind über jeden Zweifel erhaben. Nein, die Integration der Sommer-Neuzugänge André Silva, Bas Dost und Djibril Sow bei Eintracht Frankfurt funktioniert teamintern hervorragend. Gar von einer Wohlfühloase ist die Rede. Dass die drei genannten eine Bundesliga-Hinrunde zum Vergessen erlebten, hatte andere Gründe. Gründe, die Trainer Adi Hütter in der Winter-Vorbereitung ausmerzen will.

Für Silva, Dost und Sow soll der Winter quasi der Sommer werden. Alle drei verpassten die wichtige Saison-Vorbereitung im Juli und August beinahe vollständig. Silva, da er sowieso erst auf den allerletzten Drücker zur Eintracht wechselte. Dost, da er nach dem Transfer-Hickhack mit Sporting Lissabon zu spät und dann auch noch angeschlagen in Frankfurt aufschlug. Und Sow, da er sich direkt Anfang Juli schwer verletzte.

"Massive Probleme durch Verletzungen"

Alle drei mussten daher im laufenden, durch die Europa League kurzatmigen, Liga-Betrieb lernen, sich in der neuen Mannschaft zurecht zu finden. Während zumindest Bas Dost in Ansätzen zeigte, was er drauf hat, blieben Sow und Silva weit unter ihren Ansprüchen.

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Eintracht Adi Hütter HR still
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"Jeder neue Spieler, der zu Eintracht Frankfurt kommt, wird unglaublich gut und schnell aufgenommen", betont Hütter die weiche Komponente einer Spieler-Neuverpflichtung, aber: "Das andere ist die Frage, wie die neuen Spieler auf den neuen Trainer reagieren, welche Rolle sie spielen. Und genau da gab es massive Probleme durch Verletzungen." Besonders bei Silva und Dost kam immer dann, wenn man das Gefühl hatte, der Spieler lebt sich langsam ein, eine Zwangspause dazwischen.

Oft wie ein Fremdkörper

"Die Möglichkeit war nicht da, so zu trainieren, dass die neuen Spieler alles noch schneller in Fleisch und Blut haben", bringt es Hütter auf den Punkt. Oft wirkten die Sommer-Neuzugänge wie Fremdkörper, konnten der Mannschaft dadurch wenig helfen. "Es ist nicht einfach, dass man so etwas von heute auf morgen intus hat. Es gibt Spieler, die brauchen bei so etwas ein wenig länger."

Das Trainingslager im Januar bot nun die lange ersehnte Möglichkeit, eben das zu ändern. Unter der Sonne Floridas konnte Hütter ins Detail gehen. Dieser Neuanfang ist auch den Spielern bewusst. "Es geht jetzt für mich los. Ich habe jetzt keine Ausrede mehr", stellt Dost exemplarisch klar - und verspricht: "Ich bin fit und ich werde jetzt liefern." Diese Ansage dürfte sicherlich auch für die anderen gelten.