Eintracht-Neuzugang Rafael Borré will sich schnell in Frankfurt zurechtfinden.

Rafael Borré soll die Angriffsreihe von Eintracht Frankfurt schnellstmöglich beleben. Der Kolumbianer will sich rasch anpassen - und baut dabei auch auf die spanischsprechenden Kollegen.

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Audioseite Die komplette Pressekonferenz mit Rafael Santos Borré

Rafael Santos Borré steht am Pfosten
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Rafael Borré tauchte am Mittwochvormittag erstmals vor den Augen der anwesenden Journalisten und Stream-Zuschauer auf dem Trainingsplatz von Eintracht Frankfurt im Schatten der Arena auf. Der Kolumbianer schlenderte trotz Regenwetters gut gelaunt mit Teamkollege Goncalo Paciencia auf den Rasen, unterhielt sich dabei angeregt mit seinem Sturmpartner. Borré landete erst vor knapp einer Woche in seiner neuen Heimat, nun will er sich rasch am Main zurechtfinden.

Spanischsprechende Mitspieler helfen Borré bei der Integration

"Es geht darum, mich an die Spielweise anzupassen und die Ideen des Trainers zu verstehen. Ich möchte mich schnell integrieren", sagte Borré dem vereinseigenen TV. Vor allem die spanischsprechende Fraktion rund um Fabio Blanco, Goncalo Paciencia, Tuta und Rodrigo Zalazar helfe ihm dabei: "Wir kommen sehr gut miteinander aus."

Unter den Augen von Trainer Oliver Glasner sucht der 25-Jährige nun seinen Platz in der neuen Mannschaft. Bei einer langen taktischen Einheit, in der sich auf einer Hälfte des Feldes sechs Angreifer und fünf Verteidiger samt Torhüter gegenüberstanden, fielen Beweglichkeit, Technik und Tempo von Borré auf Anhieb auf. Er schlich, wie von ihm höchstpersönlich angekündigt, auffällig häufig zwischen den Linien, zog dadurch immer wieder einen Mann aus der Kette raus. Borré war somit nur schwer zu fassen und schaffte so zugleich Räume für die Mitspieler.

Borré lässt sein Können aufblitzen

Einmal bewies der Südamerikaner seine Torjägerqualitäten, als er nach einem Fernschuss von Amin Younes vor Jens Grahl auftauchte und den Abstauber eiskalt durch dessen Beine schob. Ein lautes "nein" des Torhüters war die Folge. Borré deutete in rund 80 Minuten durchaus an, was in ihm steckt. Er ließ sein Können in einer Übung, in der vor allem das Verschieben des massiven Abwehrverbunds im Vordergrund stand, aufblitzen.

Lange Eingewöhnungszeit darf es bei diesem Transfer allerdings keine geben. Glasner muss die Lücke, die der Abgang von André Silva gerissen hat, schließen. Der bis 2025 gebundene und ablösefrei verpflichtete Borré, wenngleich kein Stoßstürmer im klassischen Sinn, soll die Offensive beleben und dem Trainer noch mehr Optionen bieten.

Glasner benötigt Borrés Fähigkeiten

"Ich kann die Rolle als Verbindungsspieler ausfüllen und gehe mit viel Tempo nach vorne. Ich bin immer gerne in der Nähe des gegnerischen Tores oder Sechszehners", betonte der Nationalspieler, der mit Kolumbien bei der Copa América Platz drei erreichte, bei seiner offiziellen Vorstellung. Es sind diese Fähigkeiten, die Glasner für seine gewünschte Tiefe im Eintracht-Spiel dringend benötigt. Die ersten Trainingseindrücke jedenfalls stimmen zuversichtlich.

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