Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt
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Viele Fans, viele Neuzugänge, viel Dynamik: Eintracht Frankfurt geht mit Rückenwind in die Saisonvorbereitung. Und setzt bei den Neueinkäufen auf ganz bestimmte Eigenschaften.

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hr Huetter

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No jokes with names, heißt ja die eiserne Regel, aber wenn ein solcher Namenswitz so nahe liegt, ein Körnchen Wahrheit beinhaltet und dann auch noch vom Namensträger selbst gemacht wird, darf man ruhig mit einstimmen. "Wer mich als Fußballer kennt, wird mich sicher als einen aggressiveren Typen wahrnehmen", sagte Eintracht Frankfurts Neuzugang Nummer vier, Dominik Kohr, im Interview auf der Homepage der Hessen. "Daraus ist auch der Spitzname 'Hard-Kohr' entstanden."

Wenn sein Spitzname tatsächlich Programm ist, wird Kohr sich im Spiel der Hessen pudelwohl fühlen. Das konnten am Mittwoch auch knapp 2.000 Zuschauer im Stadtwald bezeugen, vor denen die Eintracht ihren Saisonauftakt feierte. Zwar sah um den Trainingsplatz herum alles eher nach Volksfest aus – Bratwurstbuden, Glücksräder, Bierstände – auf dem Platz jedoch ging es nach leichtem Warm-up direkt ordentlich zur Sache. Kurze Spielformen, wenige Kontakte, aggressives Attackieren, das alles in vollem Tempo: Adi Hütters Spielidee war auch an Tag eins der neuen Saison deutlich zu sehen.

Präsenz und Dynamik im Mittelfeld

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In dem Sinne war es schade, dass Kohr nicht direkt mitmischte. Für ihn und Djibril Sow, der als einziger Neuzugang mittrainierte, haben die Hessen viel Geld in die Hand genommen, um die Mittelfeldzentrale mit mehr Präsenz und Dynamik zu bestücken. Sow war in der Schweiz einer der laufstärksten Spieler, Kohr gehörte bei Bayer Leverkusen ebenfalls zur Abteilung Pferdelunge, ist darüber hinaus auch noch für seine schmerzfreie Zweikampfführung bekannt. Darin ähneln die beiden Neuzugänge Sebastian Rode, der sich in der vergangenen Rückrunde zum Herzstück des Frankfurter Mittelfelds aufschwang. Die Devise scheint also klar: Die Eintracht will mehr Power im Maschinenraum.

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Auch deshalb schien Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Trainingsauftakt extrem zufrieden mit den Transfers. "Ich möchte wieder eine Mannschaft auf dem Platz haben, die Fußball spielt, wie wir ihn in der letzten Saison gesehen haben", sagte Hütter. Das bedeutet: Hohes Tempo, viele Zweikämpfe, schnelles Umschalten. Kernkompetenzen der Herren Kohr und Sow, die beide als ausgesprochene Mentalitätsspieler gelten.

"Die neuen Herausforderungen warten"

Solche wird es auch brauchen, schließlich liegen vor der Eintracht kräftezehrende Wochen. Am Sonntag geht es ins erste Trainingslager, in knapp drei Wochen steht bereits das erste Pflichtspiel an, das die Hessen nach Serbien oder Estland führen wird. "Die neuen Herausforderungen warten", wusste auch Hütter, der versprach, dass es einen Fehlstart wie im letzten Jahr nicht geben wird: "Ich bin der Überzeugung, dass wir dieses Jahr anders anfangen."

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Dabei mithelfen wird auch Erik Durm, der wie Kohr ebenfalls am Mittwoch verpflichtet wurde. Der Weltmeister von 2014 kann auf beiden Seiten die Dauerbrenner Filip Kostic und Danny da Costa entlasten, ohne dass viel Qualität flöten geht. Auch Durm gilt als dynamischer, mental starker Spieler, "mit dem Herz am rechten Fleck", so Hütter. Mittun konnte er am Mittwoch allerdings noch nicht, nachdem er am Vormittag Belastungstests absolviert hatte. Durm gelaufen, könnte man sagen.

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Stand Durm

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