Sébastien Haller, Mijat Gacinovic und Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt.
Wer jubelt auch in der neuen Saison für die Eintracht? Bild © Imago Images

Wer bleibt, wer geht? In den Eintracht-Kader könnte im Sommer viel Bewegung kommen. Wir beleuchten die aktuelle Situation im Mittelfeld und im Angriff.

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Die Eintracht-Saison ist vorbei, dank der Europa-League-Qualifikation beginnt die nächste Spielzeit schon Ende Juli. Doch mit welcher Mannschaft treten die Frankfurter dann an? Verträge laufen aus, andere Spieler sind nur ausgeliehen. Wir beleuchten die Situation und die Tendenz Spieler für Spieler. Im zweiten Teil geht es dabei um Mittelfeldspieler und Stürmer. (Hier können Sie den ersten Teil noch einmal lesen)

Jonathan de Guzman

Vertragssituation: Vertrag bis 2020.

Tendenz: Einer der Eintracht-Streichkandidaten. De Guzman überzeugte vor allem in der Rückrunde kaum noch. Da sein Vertrag wohl nicht verlängert wird, dürfte der 31-Jährige bei einem angemessenen Angebot weg sein.

Gelson Fernandes

Gelson Fernandes
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Vertragssituation: Vertrag bis 2020.

Tendenz: Der Schweizer war unter Adi Hütter fast immer gesetzt, dazu fühlt er sich in Frankfurt wohl. Ein vorzeitiger Abgang wäre eine riesige Überraschung.

Mijat Gacinovic

Vertragssituation: Vertrag bis 2022.

Tendenz: Der Allrounder im Eintracht-Mittelfeld ist als Spieler-Typ nicht zu ersetzen. Gacinovic weiß das, bekam unter Hütter regelmäßig das Vertrauen – auch in wichtigen Spielen. Der Serbe dürfte in jedem Fall bleiben.

Filip Kostic

Vertragssituation: Vertrag bis 2023.

Tendenz: Kaufoption frühzeitig gezogen, langfristiger Vertrag – keine Frage: Die Eintracht plant mit Kostic. Der Serbe spürt dieses Vertrauen und könnte im nächsten Jahr in eine Führungsrolle schlüpfen.

Sebastian Rode

Sebastian Rode wird von Andreas Christensen unfair gestoppt.
Sebastian Rode wird von Andreas Christensen unfair gestoppt. Bild © picture-alliance/dpa

Vertragssituation: Vertrag läuft im Sommer aus. War nur ausgeliehen von Borussia Dortmund. Dort Vertrag bis 2020.

Tendenz: Wann (und ob) der Mittelfeld-Renner wieder auf dem Platz steht, kann keiner mit Gewissheit sagen. Dennoch könnte der Winter-Neuzugang bei der Eintracht eine Zukunft haben, gesetzt den Fall, der BVB, bei dem Rode noch einen Vertrag bis nächsten Sommer besitzt, gibt den 28-Jährigen für eine niedrige Ablösesumme ab. Dann winkt laut Bild-Zeitung sogar ein Dreijahresvertrag.

Marc Stendera

Vertragssituation: Vertrag bis 2020.

Tendenz: Stendera hat in Frankfurt keine Zukunft mehr. In der abgelaufenen Saison kam er kaum noch zum Einsatz, nun darf sich das Eigengewächs nach einem neuen Verein umsehen.

Lucas Torro

Vertragssituation: Vertrag bis 2023.

Tendenz: Torro deutete in der Hinrunde – vor seiner schweren Verletzung – seine Qualität an. Da die Eintracht auf der Position des Spaniers alles andere als überbesetzt ist, zählen die Frankfurter Verantwortlichen auf den 24-Jährigen.

Lucas Torró
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MITTELFELD-FAZIT

Besonders im Saison-Schlussspurt der Eintracht wurde offensichtlich, dass es der Eintracht im Herzstück an Spielermaterial fehlt. Durch den langen Ausfall von Rode wird dieses Problem noch verschärft. Sollten Willems, Stendera und de Guzman den Verein verlassen, muss hier dringen nachgebessert werden - qualitativ und quantitativ.

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Sébastien Haller

Vertragssituation: Vertrag bis 2021.

Tendenz: Eigentlich setzen die Frankfurter auf Haller in der Sturmspitze. Nach dem Spiel in München erklärte der Franzose auf einmal, dass er nichts versprechen könne. Plötzlich steht hinter Haller ein dickes Fragezeichen. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass die Eintracht den Stürmer gehen lässt.

Branimir Hrgota

Vertragssituation: Vertrag läuft im Sommer aus.

Tendenz: Kurz und knapp: Hrgota hat bei der Eintracht keine Zukunft mehr, der Vertrag wird nicht verlängert.

Luka Jovic

Luka Jovic
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Vertragssituation: Vertrag bis 2023.

Tendenz: Bei ihm gibt es eigentlich nur eine Frage: Wann ist der Transfer zu Real Madrid fix? Dass der Stürmer-Star auch in der neuen Saison in Frankfurt spielen wird, glauben wohl nicht mal die kühnsten Optimisten.

Daichi Kamada

Vertragssituation: Vertrag bis 2021.

Tendenz: Kamada erzielte für St. Truiden in Belgien zwar ansprechende zwölf Tore, dürfte in den Planungen von Adi Hütter aber keine Rolle spielen. Alles spricht für eine erneute Leihe oder einen Verkauf.

Nicolai Müller

Vertragssituation: Vertrag bis 2020.

Tendenz: Müller konnte bei seiner halbjährigen Leihe in Hannover nicht wirklich überzeugen. Ein endgültiger Wechsel dürfte für beide Seiten die richtige Lösung sein.

Goncalo Paciencia

Vertragssituation: Vertrag bis 2022.

Tendenz: Sollten die Frankfurter – wie erwartet – im Sturm personellen Aderlass zu verzeichnen haben, könnte der Portugiese in der kommenden Saison mehr als nur ein Joker sein.  

Ante Rebic

Imago Rebic
Bild © Imago Images

Vertragssituation: Vertrag bis 2022.

Tendenz: Eine Zitterpartie. Es ist durchaus möglich, dass neben Jovic auch Rebic die Eintracht im Sommer verlässt. Der Kroate liebäugelt mit der Champions League – das hat Frankfurt in der neuen Saison nicht zu bieten. Andere hochklassige Vereine schon. Daher die Tendenz: eher Wechsel.

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STÜRMER-FAZIT

Im Angriff könnte es den schmerzhaftesten Aderlass geben. Das Tor-Trio aus Jovic, Rebic und Haller wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der neuen Saison nicht mehr geben. Läuft es ganz schlecht, gehen alle drei von Bord. Das ist zwar sehr unwahrscheinlich - in diesem Fall haben die Frankfurter Verantwortlichen aber eine Mammutaufgabe vor sich.

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