Fans von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt darf trotz Inzidenz-Werten von weit über 100 auch gegen den VfB Stuttgart 25.000 Tickets verkaufen. Grund dafür ist unter anderem das gute Benehmen der Fans beim Heimspiel gegen Augsburg.

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Die Corona-Infektionszahlen in Frankfurt und Hessen steigen weiter sprunghaft an, die Zuschauerzahlen im Stadion von Eintracht Frankfurt werden davon aber vorerst nicht beeinflusst. Das Frankfurter Gesundheitsamt hat trotz klarer Überschreitung der vorher festgelegten Inzidenz-Grenze von 100 auch für das kommende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (12. September) die maximale Auslastung von bis zu 25.000 Zuschauern und Zuschauerinnen genehmigt. Das bestätigte eine Sprecherin dem hr-sport am Donnerstag.

Demnach ändert sich an den Einlass-Regeln im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Augsburg vor rund zwei Wochen erst einmal nichts. Heißt: Es dürfen auch weiterhin bis zu 5.000 ungeimpfte Fans mit einem negativen Corona-Test ins Stadion. Die 2G-Regel, die von anderen Bundesliga-Clubs bereits umgesetzt wird, wird es in Frankfurt weiter nicht geben. "Wir wollen alle teilhaben lassen", hatte Vorstand Axel Hellmann schon vor der Saison angekündigt.

Inzidenz spielt erst einmal keine Rolle

Grundlage für die Zulassung von maximal 25.000 Fans – gegen Augsburg waren nur knapp 22.000 Eintrittskarten verkauft worden – ist eine bundeseinheitliche Absprache zur Durchführung von Sportgroßveranstaltungen. Diese besagt genau wie die Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen, dass sich die örtlichen Gesundheitsämter über die Bestimmungen für "normale" Veranstaltungen hinwegsetzen können. Genau das war bereits gegen Augsburg geschehen. Der damals festgelegte Inzidenz-Höchstwert von 100 ist nun aber auch hinfällig.

Eigentlich sind bei Events in Frankfurt, wo die Inzidenz am Donnerstag bei 120,4 lag, im Freien maximal 200 Menschen zugelassen, in Innenräumen sogar nur die Hälfte. Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt.

Eine ähnliche Sondergenehmigung hatte es schon am Mittwoch gegeben: Die im Oktober stattfindende Frankfurter Buchmesse darf mit bis zu 25.000 Besuchern und Besucherinnen planen.

Fans und Eintracht vorbildlich

Entscheidend für die erneute Genehmigung ist, dass das Hygienekonzept der Eintracht funktioniert und sich die Fans an die Corona-Vorgaben halten. Genau das habe das vergangene Heimspiel gegen Augsburg gezeigt, so sie Sprecherin. Da das Gesundheitsamt, das mit mehreren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für Kontrollen vor Ort war, keinerlei Beanstandungen hatte, seien keine Änderungen und Verschärfungen nötig gewesen. Das derzeitige Konzept sei die optimale Balance zwischen Gesundheitsschutz und dem Wunsch von Fans und Club, die Spiele mit Stadionatmosphäre zu erleben, hieß es.

Ein Freifahrtsschein ist die Abkehr von der 100er-Inzidenz für künftige Heimspiele allerdings nicht. Die Genehmigung muss für jede Partie neu ausgesprochen werden, bei jedem Spiel wird es zudem Überprüfungen des Konzepts geben.

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