Eintracht-Abwehrmann Tuta hat BVB-Stürmer Erling Haaland ausgebremst.

Eintracht-Trainer Adi Hütter konnte sich in Dortmund nicht nur auf die Offensive verlassen. Ganz hinten stimmt die Chemie. Tuta sticht hervor und überzeugt als Nachfolger von Kapitän David Abraham.

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Adi Hütter
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Trainer Adi Hütter gab nach dem 2:1-Erfolg von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund einen kurzen Blick in das Innenleben seines jungen Verteidigers Tuta. "Er verspürte vor der Partie Nervosität. Die hat er dann aber komplett abgelegt", lobte der Österreicher den Brasilianer. Nach 90 hart umkämpften Minuten und dem Sieben-Punkte-Vorsprung war von der Nervosität überhaupt nichts mehr zu sehen.

Eintracht-Verteidiger Tuta ersetzt Abraham

Es war die bislang stärkste Leistung des 21-Jährigen, der als Nachfolger von David Abraham sein zwölftes Bundesligaspiel bestritt. Der langjährige Eintracht-Kapitän war im Winter in seine argentinische Heimat zurückgekehrt und Hütter setzt seitdem sein Vertrauen in Tuta. Es war ein riskantes Unterfangen, schließlich stand er bis zu diesem Zeitpunkt erst rund 200 Bundesligaminuten auf dem Platz.

Doch der Brasilianer ging vom ersten Tag an sehr souverän mit dem Druck um. Das größte Lob? Über Abraham spricht in sportlicher Hinsicht aktuell niemand mehr. Natürlich fehlte Tuta in den ersten Wochen noch das Selbstverständnis im Spiel, oftmals agierte der Innenverteidiger im Passspiel zu vorsichtig und im Zweikampf zu ungestüm, fünf gelbe Karten waren schnell gesammelt. Doch spätestens der Auftritt in Dortmund war ein wichtiger Entwicklungsschritt.

BVB-Stürmer Haaland prallt an Eintrachts Dreierkette ab

Im Verbund mit Stefan Ilsanker und Evan N'Dicka nahm Tuta Sturmstar Erling Haaland beinahe komplett aus dem Spiel, gewann 57 Prozent seiner direkten Duelle und zog dem BVB so den Zahn. Immer wieder prallten die Versuche der Borussia an der vor allem im zweiten Durchgang sehr hoch stehenden Dreierkette ab. Und wenn der Ball gewonnen wurde, zeigte Tuta seine Qualitäten im Spielaufbau.

"Wir haben wieder gegen einen großen Spieler wie Haaland, einem aktuellen Topstürmer, gespielt. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich auch ein gutes Spiel abliefern und der Mannschaft helfen konnte. Wir haben ihn gemeinsam in Schach gehalten und es als Abwehrverbund gut gelöst", lobte er sich und seine Nebenleute auf der vereinseigenen Seite.

Erfahrene Stützen helfen Tuta

Hütter sah mit großer Freude dabei zu, wie sich die Defensive ergänzt und unterstützt: "Speziell für Tuta und N'Dicka ist es wichtig, dass sie solche Spieler wie Makoto Hasebe, Martin Hinteregger oder Stefan Ilsanker neben sich wissen."

Sie nehmen das jüngste Abwehrduo (N'Dicka ist ebenfalls erst 21 Jahre alt) der Bundesliga an die Hand und geben Halt. Und mit Kevin Trapp weiß die Abwehrkette einen erfahrenen und aktuell in Topform agierenden Schlussmann hinter sich.

Tuta am Eintracht-Siegtreffer entscheidend beteiligt

Die Eintracht jedenfalls stellt mit 37 Gegentoren nicht umsonst die sechstbeste Defensive der Bundesliga. Die Mannschaft übersteht oftmals auch schwierigere Phasen unbeschadet, neben Glück und Geschick ist der Siegeswille eine entscheidende Komponente. Und dann folgte kurz vor Schluss auch noch die Krönung für Tuta. Sein präziser Ball auf André Silva war der Ausgangspunkt vor dem vielumjubelten 2:1 der Hessen im Ruhrpott. Tuta jedenfalls tut der Eintracht gut.