Für das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig hat Adi Hütter einen Plan – verrät ihn aber nicht. Deutliche Worte findet der Trainer mit dem Pokerface trotzdem: meistens dann, wenn es um das Personal geht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht-Trainer Hütter: "Mit dem Gegner wachsen"

Adi Hütter
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Ob Adi Hütter Poker spielt, ist nicht überliefert – zumindest nicht offiziell. Das Pokerface aber hat er drauf, der Trainer der Frankfurter Eintracht. Vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr) wollte sich der Coach nicht in die Karten schauen lassen, und so mäanderte sein Gesichtsausdruck im virtuellen Pressegespräch am Freitag zwischen abwartend und ausweichend.

Auch ohne die bei Poker-Profis obligatorische Sonnenbrille vermied Hütter klare Aussagen – etwa zur Taktik gegen das Team von Trainer Julian Nagelsmann. Zuletzt hatte die Eintracht den Leipzigern im 4-3-3 Paroli geboten. Darauf angesprochen sagte Hütter nur so viel: "Das hat in beiden Spielen gut funktioniert." So weit, so bekannt. Deshalb sei das natürlich eine Alternative. "Aber ob wir die auspacken, das lasse ich jetzt offen."

"Brauchen einen überragenden Tag"

Nicht offen ließ Hütter hingegen die Erwartungshaltung an sein Team – da wurde der Trainer deutlich. Seine Mannschaft müsse gegen Leipzig konzentrierter agieren, die Spieler sich auch einmal gegenseitig helfen, jeden Zweikampf mit letzter Konsequenz führen. Zuletzt habe man schließlich Punkte liegen lassen. Die Eintracht-Fans dürften sich schmerzlich erinnern.

"Wir brauchen einen überragenden Tag", so Hütter. "Aber ich habe die Hoffnung, dass wir mit dem Gegner mitwachsen, und dass wir zeigen, dass wir Qualität haben." Genau so hat es die Eintracht bisher geschafft, dass RB noch nicht einmal in Frankfurt gewinnen konnte.

Kostic könnte, Sow kratzt

Und das ist nicht alles. Als Motivator scheint Hütter vor dem Leipzig-Spiel gar nicht gefragt. "Ich werde die Mannschaft nicht bremsen. Jungs, die hochmotiviert sind, muss man auch laufen lassen", so Hütter. Laufen könnte am Samstag auch wieder Filip Kostic, und das womöglich schon von Beginn an. Im Spiel gegen den VfB Stuttgart hatte er sein Comeback gefeiert, stand aber nur für wenige Minuten auf dem Platz.

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In der serbischen Nationalelf sammelte er in der Länderspielpause nun mehr Einsatzzeit. Ein gutes Zeichen, auch für Hütter. "Er ist noch nicht in absoluter Topverfassung. Das kann er nach seiner Verletzung aber auch noch nicht sein." Ebenfalls in "Topverfassung" ist aus Trainersicht Djibril Sow. "Er ist für das Spiel eine Alternative, vielleicht sogar eine Überraschung", so Hütter. "Er kratzt an der Startelf, aber da ist er nicht der Einzige."

Und da war er wieder, der Poker-Hütter. Einmal wurde er dann aber doch noch deutlich: Als es um Sebastian Rode ging, der an einer Sehnenreizung im Gesäß laboriert. "Er wird für das Spiel ausfallen." Für schlechte Nachrichten braucht man eben kein Pokerface. Nicht einmal Adi Hütter.

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