Collage Kevin Trapp, Martin Hinteregger, Sebastian Rode
Kevin Trapp (v. li.), Martin Hinteregger und Sebastian Rode Bild © Imago Images

Martin Hinteregger, Sebastian Rode und Kevin Trapp sollen auch in der neuen Saison das Trikot von Eintracht Frankfurt tragen. Bislang trainieren sie alle aber bei anderen Vereinen. Das zähe Warten wird zum Dauerzustand.

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Martin Hinteregger im Spiel der Österreicher gegen Slowenien

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Wenigstens einer ist entspannt. Immerhin. Sebastian Rode steht nach seiner Knie-Verletzung im Frühjahr noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz. Nicht in Frankfurt - aber auch nicht in Dortmund. Seit Anfang Juli ist der Mittelfeld-Renner wieder offiziell ein Spieler des BVB. Dort will und soll er aber nicht bleiben. Sein Wunschziel: Frankfurt. Das hat Rode mit zwei weiteren Herren in der Warteschleife gemeinsam, Martin Hinteregger und Kevin Trapp. Ein endgültiger Wechsel des Trios zurück zur Eintracht zieht sich langsam aber wie Kaugummi.

Bei Rode gibt es keinen neuen Verhandlungsstand zwischen der Borussia und der Eintracht. Eine Ablöse zwischen drei und fünf Millionen Euro steht im Raum. Durch die Verletzungspause herrscht keine Eile. "Sebastian ist sehr relaxt und fokussiert auf seine Reha", bestätigt sein Berater Branko Panic auf hr-sport-Nachfrage.

Hinteregger schiebt Dreifachschichten

Das dürfte bei Hinteregger etwas anders aussehen. Der Verteidiger befindet sich nun bereits seit einer guten Woche wieder in Augsburg - und nicht bei der Eintracht. Bei Hinteregger werden Verhandlungen zwischen dem FCA und den Hessen langsam richtig zäh. Sogar von Funkstille ist mittlerweile die Rede. Im Raum steht eine Ablöse zwischen zehn und 15 Millionen Euro. Beide Parteien bewegen sich aber wohl nicht aufeinander zu. Und Hinteregger? Der schiebt laut Trainer Martin Schmidt individuell "Doppel- und sogar Dreifachschichten" - und wartet und wartet und wartet.

Das fünfte Rad am Wagen

Klar, das Transferfenster ist noch eine ganze Weile geöffnet. Die Hessen planen aber mit ihrem Leih-Trio. Trapp, Rode und Hinteregger überzeugten in der vergangenen Saison und sind fest eingeplant für die neue Spielzeit. Und dennoch ist es speziell für Hinteregger und auch für Trapp eine skurrille Situation. Beide absolvieren die Vorbereitung nun schon seit mehreren Tagen bei ihrem alten Verein. Während die Eintracht sich so langsam auf die Spiele in der Europa-League-Qualifikation vorbereitet, trainieren sie als fünftes Rad am Wagen in Augsburg und Paris mit.

Bei Trapp ist die Lage sogar noch vertrakter als bei Hinteregger. Nicht nur die Ablösesumme spielt bei dem Torwart eine Rolle, auch die Planung seines Arbeitgebers Paris St. Germain. Nachdem im Sommer Gianluigi Buffon den französischen Hauptstadt-Club verlassen hat, gibt es eine neue Torwart-Situation bei PSG. Alphonse Areola ist die klare Nummer eins, Trapp wäre in der kommenden Spielzeit nur sein Stellvertreter. Eine unbefriedigende Situation. Nur: Ohne einen Ersatz dürfte PSG-Trainer Thomas Tuchel den wechselwilligen Trapp nicht ziehen lassen. Im Gegensatz zu Rode könnte der Keeper da schon bald etwas ungeduldiger werden.