Djibril Sow und Kristijan Jakic sind zwei Schlüsselfiguren der Eintracht.

13 verschiedene Torschützen waren für Eintracht Frankfurt im ersten Halbjahr der aktuell laufenden Bundesliga-Saison erfolgreich. Vor allem die Treffer von Djibril Sow und Kristijan Jakic bestätigen Trainer Oliver Glasner.

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Audioseite Eintracht startet in kurze Winter-Vorbereitung

Oliver Glasner und Erik Durm im Training von Eintracht Frankfurt
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Als Jesper Lindström am 16. Spieltag im Strafraum von Borussia Mönchengladbach auftauchte und das Leder zum 2:1 versenkte, waren sechs weitere Profis von Eintracht Frankfurt im oder um den Strafraum herum positioniert. Selbst Rechtsverteidiger Danny da Costa überschritt die Linie, vorgelegt hatte Abwehrmann Evan N'Dicka - und das alles nach 50 Minuten. "Sieben Spieler im gegnerischen Strafraum können auch manchmal zu viel sein", sagte Trainer Oliver Glasner mahnend bei einer Presserunde zum Auftakt der kurzen Winter-Vorbereitung.

Glasner: "Da haben wir den Jungs viel Input gegeben"

Das Thema Strafraumbesetzung bewertet der frühere Profi prinzipiell als kein schwieriges. Im Gegenteil: "Es ist relativ einfach, den Jungs zu sagen, dass sie in den Strafraum rennen sollen. Dann können wir auch mit zehn Spielern im gegnerischen Sechzehner auftauchen." Das große "Aber" folgte zugleich: "Dann werden wir viele Gegentore fangen."

Glasner zeigte stattdessen auf, woran er mit seiner Mannschaft am stärksten feilen musste: "Die große Schwierigkeit ist die Suche nach der richtigen Balance. Wir wollen die Spieler in den torgefährlichen Raum bringen und in die Zone kommen, wo wir sofort ins Gegenpressing gehen können. Einige Spieler müssen dabei auch die Tiefe absichern. Da haben wir den Jungs viel Input gegeben."

13 verschiedene Torschützen

Das bisherige Ergebnis gibt dem Coach recht. Auch wenn Glasner 24 Gegentore (Platz neun in der Liga) nicht gefallen können, belegt die Eintracht nach 17 Spieltagen mit 27 Punkten Rang sechs und darf von der Champions-League-Qualifikation träumen, außerdem glückte der Einzug ins Europa-League-Achtelfinale. 17 erzielte Treffer in den vergangenen sieben Ligaspielen konnte nur der FC Bayern München (18 Tore) toppen, 18 Punkte in diesem Zeitraum bedeuten Rang zwei in der Tabelle der formstärksten Teams (natürlich hinter dem FC Bayern).

Bemerkenswerterweise haben sich die 27 Hinrunden-Tore auf 13 Schultern verteilt. Zum Vergleich: In der Vorsaison gab es insgesamt 15 verschiedene Torschützen, wobei Ragnar Ache und Almamy Touré erst am 34. Spieltag hinzukamen. In dieser Saison hat vor allem Djibril Sow in Sachen Torgefahr zugelegt und in den vergangenen Wochen dreimal in Liga und Europa League getroffen.

Jakic und Sow als Schlüsselspieler

Auch dafür hat Glasner eine plausible Erklärung: "Am Anfang war es so, dass sich unsere Spieler für die Absicherung statt für das Toreschießen zuständig gefühlt haben." Neben Sow hat sich in dieser Disziplin auch Kristijan Jakic hervorgetan. Glasner will von seinen Sechsern, dass sie sich an der Strafraumgrenze positionieren: "Sie sollen Bälle verteilen, bei einem Ballverlust schnell ins Gegenpressing kommen oder Tore erzielen."

Der Österreicher zeigte sich daher auch sehr zufrieden mit den erzielten Fortschritten: "Das war ein Prozess, der in letzter Zeit immer besser geklappt hat." Die Rädchen, sie greifen ineinander. Und das Duo Jakic und Sow ist dabei im 3-4-3-System der Hessen ein Schlüssel zum Erfolg.