Aymen Barkok Eintracht Frankfurt SC Freiburg

Die Vakanz bei Eintracht Frankfurt auf Rechtsaußen könnte die große Chance für Aymen Barkok sein. Dass er dort spielen kann, hat er schon bewiesen. Jetzt muss er endlich dauerhaft ins Rollen kommen.

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Adi Hütter
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Es war ein richtiger Sahnetag für Aymen Barkok. Beim Stand von 0:2 wechselte ihn Eintracht-Trainer Adi Hütter im Hinrundenspiel gegen den VfB Stuttgart ein, Barkok musste auf der ungewohnten Position als Rechtsaußenverteidiger ran. Und machte das außergewöhnlich gut. Mit seinen Dribblings und seinen Ideen belebte er die Frankfurter Offensive merklich, bereitete beide Treffer zum 2:2-Endstand vor – und war der gefeierte Mann aufseiten der Hessen.

Allein: So richtig durchsetzen konnte sich Barkok anschließend nicht. Zu groß waren seine Leistungsschwankungen, zu groß die Konkurrenz auf seiner Stammposition auf der Zehn, auch warfen ihn kleinere Verletzungen immer wieder zurück. Und aus dem hochbegabten Hoffnungsträger wurde wieder ein Ergänzungsspieler. In den vergangenen sechs Bundesliga-Partien kam er lediglich auf 62 Einsatzminuten.

Bekommt Barkok die nächste Chance?

Und jetzt? Beim richtungsweisenden Spiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin könnte der Frankfurter Bub eine neue Chance erhalten. Denn die Eintracht ist aufgrund der langfristigen Ausfälle von Erik Durm und Almamy Touré auf der Rechtsverteidiger-Position dünn besetzt. Danny da Costa kickt mittlerweile in Mainz, und das Experiment mit Daichi Kamada auf Rechts scheiterte in Leipzig.

Zudem wird Kamada aufgrund der Gelbsperre von Amin Younes wieder auf der gewohnten Stammposition im offensiven Mittelfeld auflaufen. Blieben Barkok und Timothy Chandler, die offensive und die defensive Variante auf Rechts, zwischen denen Hütter wählen kann.

"Wenn der Trainer das sagt, stelle ich mich auch hinters Tor"

Gut möglich, dass Hütter, der stets Mut von seinen Spielern fordert, auch Mut in Sachen Aufstellung beweist – und sich für den offensiveren Barkok entscheidet. An der Fitness soll es dabei nicht hapern. Barkok ist nach einem Hexenschuss zu Beginn der Rückrunde wieder bei "hundert Prozent" und möchte im Saison-Endspurt um seinen Platz im Team kämpfen. Gerne auch auf Rechts, wo sich nun die Chance bietet.

"Wenn der Trainer sagt, 'Du spielst rechts', dann spiele ich rechts, wenn er sagt, 'Du spielst auf der Zehn', dann spiele ich auf der Zehn. Und wenn er sagt, 'Stell Dich hinters Tor', dann stelle ich mich hinters Tor", scherzte Barkok gegenüber der Bild-Zeitung.

Steht die Vertragsverlängerung an?

Dort, also hinterm Tor, wird er nicht auflaufen. Die Variante auf Rechts ist wahrscheinlicher. Und auch wichtig für Barkok, der nach vielen Jahren mit vielen guten Ansätzen endlich dauerhaft ins Rollen kommen muss. Und um einen neuen Vertrag kämpft, für den er "sehr offen" ist. Ein Spiel samt Assists, so wie im Herbst gegen Stuttgart, würde der Verhandlungsposition sicher gut tun.

Sendung: hr1, heimspiel!, 20.03.21, 15.05 Uhr