Verlassen die Eintracht beide am Saisonende: Sportdirektor Bruno Hübner (links) und Trainer Adi Hütter

Der scheidende Eintracht-Sportdirektor Bruno Hüber hat ein Rezept für den Saison-Endspurt der Mannschaft. Außerdem findet er für einen der aussichtsreichsten Trainer-Kandidaten lobende Worte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hübner: "Wir haben es in den eigenen Händen"

Bruno Hübner
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Es ist noch gar nicht lange her, da gelang Eintracht Frankfurt fast alles: Union Berlin wurde mit perfekten Kombinationen überspielt, André Silva stand beim späten Siegtreffer per Kopf in der Schlussphase in Dortmund unnachahmlich in der Luft und selbst gegen die besser platzierten Wolfsburger hatte die Eintracht immer eine Antwort parat. Doch seit dem 0:4 in Gladbach und der vorangegangenen Meldung von Adi Hütters Abschied wirken diese unbeschwerten Wochen weit weg.

Erfolgreicher Abschied wie bei Kovac?

"Wir müssen einfach die Leichtigkeit zurückbekommen. Die ist uns verloren gegangen. Es ist ganz normal, wenn du was zu verlieren hast, dass du anfängst zu überlegen", fasst es Noch-Sportdirektor Bruno Hübner am Donnerstag in einer Presserunde zusammen. Sein Rezept? "Man muss in die Köpfe reinkommen. Wir zeigen die Bilanz der kompletten Saison auf." Denn: "Wir haben in dieser Saison bisher nur positiv überrascht. Und wir haben es in den eigenen Händen. Jetzt haben wir drei Spiele mit machbaren Aufgaben vor der Brust." Diese Aufgaben heißen Mainz 05, SC Freiburg und Schalke 04.

Die Situation um Trainer Hütter, der in der kommenden Saison bei Gladbach an der Seitenlinie stehen wird, erinnert Hübner an 2018. "Es haben sich damals auch viele gefragt: Ist Kovac noch der Richtige für das Pokal-Endspiel? Genauso, wie Niko damals zu tausend Prozent auf die Aufgabe bei Eintracht Frankfurt konzentriert war, so ist der Adi auch total fokussiert. Ich weiß, dass er die Mannschaft erreicht."

"Roger Schmidt ist ein absoluter Fachman"

Vor drei Jahren verspielte die Eintracht unter Kovac zwar die Europa-League-Plätze in der Bundesliga, mit dem überraschenden Sieg im DFB-Pokal gegen die Bayern waren jedoch alle wieder versöhnt. Erreichen die Frankfurter am Saisonende 2021 einen Champions-League-Platz, dürfte der Groll gegen Hütter im Umfeld und bei den Fans ebenfalls verfliegen.

An der Suche nach einem Hütter-Nachfolger sei er nicht mehr beteiligt, stellte Hübner indes klar. Für Roger Schmidt, einer der aktuell heißesten Kandidaten für den Cheftrainer-Posten, hat er aber viele lobende Worte übrig. Die beiden kennen sich, weil Hübner Schmidt 2014 zur Eintracht holen wollte - Leverkusen schnappte ihn den Hessen damals vor der Nase weg. "Er ist ein absoluter Fachmann, ein Offensiv-Fanatiker und totel ehrgeizig. Er lebt den Fußball. Er wäre sicherlich ein Trainer, den ich mir bei Eintracht Frankfurt gut vorstellen kann."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hübner: "Roger Schmidt ist ein absoluter Fachmann"

Roger Schmidt und Bruno Hübner
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