Timothy Chandler nach der Niederlage in Leverkusen

Eintracht Frankfurt hat das Top-Spiel in Leverkusen verloren. Im Rennen um die Champions-League-Plätze haben die Hessen die Nase nur noch hauchdünn vor Borussia Dortmund.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht verliert in Leverkusen

Szene aus der Partie Leverkusen gegen Frankfurt
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Eintracht Frankfurt droht, die Champions League-Qualifikation im Endspurt der Fußball-Bundesliga noch zu verspielen. Die Hessen verloren ihr Auswärtsspiel in Leverkusen am Samstagabend mit 1:3 (0:0). Leon Bailey brachte die Hausherren in Führung (70. Minute), Lucas Alario machte den Deckel drauf (80.). Den Anschlusstreffer von André Silva (90.+1), konterte Kerem Demirbay umgehend (90.+1).

Zwar belegt die Eintracht weiterhin den vierten Platz in der Bundesliga. Der Vorsprung auf den Tabellenfünften aus Dortmund ist allerdings auf einen Punkt zusammengeschmolzen. SGE-Keeper Kevin Trapp betonte trotzdem nach der Partie, dass die Frankfurter weiter alles in der eigenen Hand hätten. "Wir dürfen nicht alles schwarzmalen. Wir müssen es analysieren, klar, aber wir müssen trotzdem ruhig bleiben." (Mehr Stimmen zum Spiel gibt es hier.)

Trapp steht früh im Mittelpunkt

Trapp, für den die Partie das 200. Bundesliga-Spiel war, stand vor allem zu Beginn der Begegnung häufiger im Mittelpunkt, als es ihm lieb gewesen sein dürfte. Bereits in der 4. Minute entschärfte er eine Leverkusener Doppelchance bravourös. Fünf Minuten später verhinderte er auch gegen Karim Bellarabi einen frühen Rückstand der Gäste.

Leverkusen, das war früh erkennbar, war die klar bessere Mannschaft. Edmond Tapsoba köpfte nach einem Eckball vorbei (28.), Florian Wirtz prüfte erneut Trapp (35.), und auch eine Leverkusener Triple-Chance blieb ohne Folgen (45.).

Viele Räume auf den Flügeln

Für die Eintracht, bei der Filip Kostic auffällig offensiv agierte, vergab André Silva die beste Möglichkeit gleich zu Beginn. Sein Kopfball strich um Zentimeter am Bayer-Gehäuse vorbei (6.). Der Abschluss von Erik Durm aus spitzem Winkel verdiente eher die Bezeichnung "Halb-Chance" (33.). Daichi Kamada stellte den Spielverlauf nach dem Seitenwechsel um ein Haar auf den Kopf (47.). Dem Japaner fehlten aber ähnlich wenige Zentimeter wie zuvor Silva.

Das Geschehen spielte sich danach weitestgehend im Mittelfeld ab, eine Flanke aus dem Halbfeld brachte die Eintracht dann ins Hintertreffen. Moussa Diaby sah, dass Bailey sich auf links in den Rücken der Abwehr geschlichen hatte. Die Flanke des Franzosen ließ der Jamaiker unter Trapp hindurch zur Führung ins Tor tropfen (70.).

Demirbay hat das letzte Wort

Eintracht-Trainer Adi Hütter versuchte, sich mit einem Dreifachwechsel gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Doch statt Chancen der Gäste gab es den Knockout durch Alario, der einen blitzsauberen Konter per schönem Lupfertor vollendete (80.).

Das Spiel schien da schon entschieden, in der Schlussphase überschlugen sich dann aber nochmal die Ereignisse. Die Eintracht schöpfte in der Nachspielzeit plötzlich Hoffnung, als Silva eine Flanke von Steven Zuber ins lange Eck köpfte (90.+1), doch nicht einmal 60 Sekunden später stellte Demirbay mit einem satten Schuss den alten Abstand wieder her.

Weitere Informationen

Bayer Leverkusen – Eintracht Frankfurt 3:1 (0:0)

Leverkusen: Hradecky - Dragovic, Tah, Tapsoba - Palacios, Demirbay, Bellarabi (61. Diaby), Wirtz (85. Amiri) , Bailey (85. Wendell), Sinkgraven - Schick (77. Alario)       


Frankfurt: Trapp - Ilsanker (83. Tuta), Hinteregger, Ndicka - Sow, Hasebe (77. Jovic) , Durm (77. Chandler), Kamada (83. Zuber), Barkok (77. Younes), Kostic - Silva      

Tore:  1:0 Bailey (70.), 2:0 Alario (80.), 2:1 Silva (90.+1) , 3:1 Demirbay (90.+1)

Gelbe Karten: Palacios - Ndicka
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 25.04.2021, 22.50 Uhr