Erste Heimpleite für Eintracht Frankfurt in dieser Bundesliga-Saison: Gegen den VfL Wolfsburg verloren die Hessen am Samstag trotz langer Überzahl. Tragische Figur der Partie war Keeper Felix Wiedwald.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht unterliegt Wolfsburg

Felix Wiedwald ist nach dem Gegentor frustriert.
Ende des Audiobeitrags

Eintracht Frankfurt hat einen Fehlstart in die stressige Schlussphase des Fußballjahres mit insgesamt acht Spielen in nur einem Monat hingelegt. Gegen den VfL Wolfsburg gab es am Samstag eine 0:2-Niederlage. Gleichzeitig war es für die bisher so heimstarken Frankfurter die erste Heimniederlage in dieser Bundesliga-Saison. Wout Weghorst (19.) und Joao Victor (65.) nach einem Blackout von Torhüter Felix Wiedwald erzielten die Tore für die Gäste, die seit der 45. Minute mit einem Mann weniger spielten, weil Marcel Tisserand mit Gelb-Rot vom Platz flog. "Bei uns hat die Spielidee gefehlt. Das ist eine bittere Niederlage", bilanzierte Makoto Hasebe nach der Begegnung.

Eintracht flankt, Wolfsburg trifft

Die 50.700 Zuschauer im Frankfurter Waldstadion sahen in der ersten Halbzeit ein zerfahrenes Spiel mit vielen Kampfszenen. Wolfsburg war häufig einen Schritt schneller als die Hausherren, rannte mehr und gewann im Mittelfeld mehr Zweikämpfe. Zur Halbzeit lagen die Frankfurter nur in der Kategorie "hohe Bälle in den Strafraum" vorne. Gegen die hochgewachsene Wolfsburger Defensive war das bis auf einen Kopfball von Goncalo Paciencia in der neunten Minute aber nie gefährlich.

Weitere Informationen

Eintracht im heimspiel!

Die Eintracht ist am Montag Thema im heimspiel! des hr-fernsehens (23.15 Uhr). In der ARD-Mediathek und auf hessenschau.de gibt es die Sendung schon ab 21.30 Uhr.

Ende der weiteren Informationen

Auch die Gäste waren offensiv unauffällig, aber eben effizienter. Zwei Mal kamen die Wölfe gefährlich vors Tor, einmal parierte der für den kranken Frederik Rönnow ins Eintracht-Tor gerückte Wiedwald gegen William stark (10.). Dann war er chancenlos, als Weghorst einen Schuss von Maximilian Arnold geistesgegenwärtig per Kopf in die Ecke lenkte (20.). Das war richtig abgezockt, doch diese Coolness der Wolfsburger hielt nur bis zur 45. Minute. Denn da ging der bereits gelb-verwarnte Tisserand mit dem Ellbogen in ein Kopfballduell und musste mit der Ampelkarte frühzeitig unter die Dusche.

Auch in Überzahl reicht es nicht

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dost: "Heute war so ein Tag"

Bas Dost
Ende des Audiobeitrags

Doch auch mit einem Mann mehr entdeckten die Hessen ihre spielerischen Fähigkeiten nur selten. Immer noch flogen viel zu viele unmotivierte Flanken in den Strafraum der Gäste, die Jeffrey Bruma und Anthony Brooks zuverlässig wegköpften. Als Chance konnte man eigentlich nur ein Abseitstor von Bas Dost notieren. Das war zwar fein mit der Hacke, aber eben nicht regelkonform (49.).

Wolfsburg blieb auch in Unterzahl bei Kontern und Standards gefährlich – und nutzte das Geschenk, das ihnen die Eintracht in Person von Wiedwald schon deutlich vor Weihnachten bereitete. Der Ersatzkeeper fabrizierte nach einem Rückpass von Martin Hinteregger einen völlig verunglückten Pass, den Victor abfing und zum 2:0 verwertete (65.). Der Rest der Partie? Ein guter Schuss von Erik Durm (86.) und ansonsten weiter hohe Bälle. Am Ende zählten die Statistiker 29 Flanken und 12 Eckbälle, aber eben kein Tor für die Eintracht, die bereits am Donnerstag beim FC Arsenal antreten muss. Dort übrigens sicher ohne Pechvogel Wiedwald, der nicht für die Europa League nominiert ist.

Sendung: hr-iNFO, Samstag, 23.11.2019, 18 Uhr

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - VFL Wolfsburg 0:2 (0:1)  

Frankfurt: Wiedwald - Durm, Hasebe, Hinteregger, N'Dicka (61. Da Costa), Kostic - Rode (46. Kamada), Sow - Gacinovic (68. Silva) - Paciencia, Dost

Wolfsburg: Casteels - Brooks, Bruma, Tisserand - Guilavogui - William, Mehmedi (46. Knoche), Arnold (87.Xaver), Roussillon - Joao Victor (77. Steffen), Weghorst  

Tore: 0:1 Weghorst (19.), 0:2 Joao Victor (65.)  

Gelbe Karten: Hinteregger, Sow, Kostic / Guilavogui, Arnold, Steffen
Gelb Rot: Tisserand (45./Wdh.Foulspiel)  

Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
Zuschauer: 50.700

Ende der weiteren Informationen