Sebastian Rode und Timothy Chandler erlebten einen kuriosen Abend in München.

Eintracht Frankfurt hat beim Tabellenführer aus München verloren. Hinter dem nicht unerwarteten Ergebnis steckte jedoch eine wilde Partie mit einigen Wendungen.

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Eintracht PK nach Bayern
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Ein Doppelpack von Martin Hinteregger, ein Eigentor, insgesamt sieben Treffer: Eintracht Frankfurt hat am Samstag eine wilde Partie beim FC Bayern München mit 2:5 (0:2) verloren. Die Tore für den Rekordmeister erzielten Leon Goretzka (16. Minute), Thomas Müller (41.), Robert Lewandowski (46.) und Alphonso Davies (61.). Für die Eintracht traf zweimal Hinteregger (52./55.) in das gegnerische Tor und einmal in das eigene (74.).

Nach der Pleite gegen Mönchengladbach wirbelte Eintracht-Coach Adi Hütter vor der Partie seine Elf ordentlich durcheinander und tauschte gleich vierfach. Alleine: Es half nicht wirklich etwas. Vom Start weg waren die Gastgeber aus München die spielbestimmende Mannschaft und hatten direkt eine ganze Reihe an guten Möglichkeiten.

Lange Bälle ins Niemandsland

Nur der starke Kevin Trapp - gegen Ivan Perisic (12. Minute) und Benjamin Pavard (14.) - und die Latte beim Schuss von Lewandowski (10.) verhinderten zunächst den Gegentreffer. In der 16. Minute war es dann aber geschehen: Nach einem Zuspiel von Müller traf Goretzka zum frühen 1:0.

Die Eintracht hatte auch in der Folgezeit wenig entgegen zu setzen. Vom Rekordmeister fortlaufend unter Druck gesetzt, schafften es die Hessen nicht, das eigene Spiel aufzubauen und waren den Ball meistens direkt wieder los, sobald sie ihn bekamen. Das Kreieren von eigenen Torchancen war dadurch unmöglich. Bezeichnend für das Spiel der Frankfurter waren immer wieder lange Bälle aus der eigenen Hälfte, die regelmäßig im Niemandsland landeten. Kurz vor der Pause schalteten die Bayern dann wieder einen Gang hoch und Müller traf zum 2:0 (41.).

Nach der Halbzeit wird es wild

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt unterliegt in München

Leon Goretzka erzielte hier das 1:0 für den FC Bayern.
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Lief der erste Abschnitt noch ein wenig nach erwartbarem Muster ab, wurde es in der zweiten Halbzeit deutlich wilder. Dass die Münchner nach weniger als einer Minute bereits das 3:0 durch Lewandowski erzielten (46.), war in der Kürze der Zeit schon spektakulär, dass aber die Hessen, die zu diesem Zeitpunkt schon taumelten wie ein angeknockter Boxer, innerhalb von nur drei Minuten zweimal zurückschlugen, kam völlig aus dem Nichts. Hinteregger per Linkschuss (52.) und per Kopf (55.), jeweils nach Eckbällen, brachte die Frankfurter aber kurzzeitig zurück ins Spiel.

Kurzzeitig jedoch nur deswegen, da die Eintracht in der Abwehr weiter all zu sorglos agierte. In der 61. Minute traf daher folgerichtig Davies zum 4:2. Was den Hessen im ersten Abschnitt völlig abhanden gegangen war, kam nun aber punktuell zum Vorschein. Mit klug nach vorne getragenen Kontern kam die Hütter-Elf immer wieder gefährlich vor das Münchner Tor. Die mit Abstand beste Gelegenheit vergab dabei Mijat Gacinovic, der aus wenigen Metern an Manuel Neuer scheiterte (68.).

Hinteregger trifft ins eigene Tor

Kurz darauf war es dann erneut Hinteregger, der ins Tor traf. Leider - und damit war die wilde zweite Halbzeit endgültig komplett - per Slapstick-Aktion ins eigene Gehäuse (74.). Mit dem 5:2 war die Partie endgültig entschieden. Filip Kostic traf zwar noch einmal den Pfosten (83.), mehr sprang aus Sicht der Eintracht aber nicht mehr heraus.

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FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:2 (2:0)

München: Neuer - Pavard, Boateng (73. Hernandez), Alaba, Davies - Kimmich (85. Cuiance) - Goretzka, Müller - Perisic (64. Gnabry), Coman (85. Zirkzee) - Lewandowski

Frankfurt: Trapp - da Costa (76. Durm), Toure, Hinteregger, Ndicka (46. Chandler) - Fernandes - Ilsanker, Rode (71. Kamada) - Gacinovic (71. Sow), Kostic - Silva (76. Dost)

Tore: 1:0 Goretzka (17.), 2:0 Müller (41.), 3:0 Lewandowski (46.), 3:1, 3:2 Hinteregger (52./55.), Davies (61.), Hinteregger (74./ET)

Gelbe Karten: -/Hinteregger
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: keine

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