Eintracht Frankfurt Union Berlin Gegentor

Eintracht Frankfurt konnte die Euphorie aus der Europa League beim FC Barcelona nicht in den Bundesliga-Alltag transportieren. Bei Union Berlin unterlagen die Hessen und waren chancenlos.

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Highlights: Union Berlin - Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurt konnte den Schwung nach dem Europa-League-Festtag in Barcelona nicht mitnehmen und versinkt endgültig im grauen Mittelfeld der Bundesliga. Union Berlin hat die Hessen am Ostersonntag verdient mit 2:0 (2:0) besiegt. Taiwo Awoniyi (17.) und Grischa Prömel (21.) erzielten die Treffer. Der internationale Wettbewerb ist für die Eintracht über die Bundesliga so kaum noch zu erreichen.

Glasner rotiert in Berlin

Trainer Oliver Glasner nahm nach dem Erfolg in der Europa League an der Alten Försterei sechs Veränderungen in der Startelf vor. Für Kevin Trapp (Bänderdehnung im Handgelenk), Almamy Touré, Ansgar Knauff, Sebastian Rode, Daichi Kamada und Rafael Borré rotierten Jens Grahl (erstes Spiel seit 2.164 Tagen), Tuta, Timothy Chandler, Ajdin Hrustic, Jens Petter Hauge und Goncalo Paciencia in die Startelf.

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Die Eintracht-PK nach dem Spiel bei Union Berlin

Oliver Glasner
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Die Rollen waren gleich zu Beginn klar verteilt: Die Eintracht war geistig und körperlich nicht voll da, Union hingegen schon. Bereits in der Anfangsphase klatschte der Ball nach einem Kopfball von Genki Haraguchi (12.) an den Pfosten. Die nächste Chance zappelte dann schon im Netz.

Awoniyi und Prömel entscheiden Partie für Union frühzeitig

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Eintracht verliert bei Union Berlin

Sven Michel und Tuta
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Awoniyi setzte sich mit einem Schubser grenzwertig gegen Martin Hinteregger durch, behauptete sich anschließend auch gegen Evan N'Dicka und versenkte das Leder unhaltbar für Grahl im Netz (17.). Drei Minuten später jubelten die Berliner erneut. Union war immer einen Schritt schneller gegen die schläfrige Eintracht und Prömel traf sehenswert aus rund 17 Metern (20.).

Die Köpenicker blieben in dieser Phase stets gefährlich. Prömel verpasste den Doppelpack (23.), Rani Khedira scheiterte völlig freistehend an Grahl (27.). Die Eintracht hatte kaum Luft zum Atmen, den ersten Eckball gab es nach 37 Minuten.

Die einzige Frankfurter Chance des ersten Durchgangs hatte Jens Petter Hauge. Der Norweger scheiterte nach schöner Einzelaktion allerdings am stark reagierenden Ex-Eintrachtler Frederik Rönnow (41.). Die 2:0-Führung von Union jedenfalls ging völlig in Ordnung.

Partie trudelt im zweiten Durchgang aus

Bereits zur Pause reagierte Glasner, nahm Jesper Lindström vom Feld und brachte Ragnar Ache. Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist allerdings schnell erzählt. Union blieb in den Zweikämpfen präsent, sie "nervten" die Eintracht und ließen nichts anbrennen.

Die Frankfurter ihrerseits versuchten zwar viel, doch wirklich gefährlich wurde es selten. Bei einem Vorstoß von Union hatte die Eintracht gar noch Glück, dass Awoniyi nach schöner Einzelleistung über das Tor schoss (62.). Danach passierte nichts mehr, die Partie trudelte aus.

Eintracht versinkt im grauen Mittelmaß

Die Mannschaft von Glasner steht mit 39 Punkten auf Rang zehn. Der Abstand auf den von Union belegten Rang sechs beträgt acht Zähler, auch der 1. FC Köln hat sich abgesetzt (sieben Punkte Vorsprung). Bei noch vier ausstehenden Partien liegt die Chance sich über die Bundesliga für Europa zu quafliizierten also im theoretischen Bereich, die Eintracht ist im Niemandsland der Bundesliga angekommen. Die Frankfurter werden sich somit auf den Erfolg in der Europa League fokussieren.

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Union Berlin -Eintracht Frankfurt 2:0 (2:0)

Berlin: Rönnow - Jaeckel, Knoche, Baumgartl - Ryerson (84.Trimmel), Khedira, Gießelmann (84.Oczipka) - Haraguchi (67.Schäfer), Prömel – Becker (67.Voglsammer), Awoniyi (80.Michel)
Frankfurt: Grahl - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Jakic (76.Hasebe), Hrustic (58.Kamada) - Chandler (59.Knauff), Kostic (67.Lenz) - Lindstöm (46.Ache), Hauge – Paciencia
Tore: 1:0 Awoniyi (17.), 2:0 Prömel (21.)

Gelbe Karten: Baumgartl, Michel / Lenz
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)
Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

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