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Audioseite Eintracht mit Last-Minute-Remis

Filip Kostic von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Antwerpen

Ein wildes Unentschieden reicht nicht: Eintracht Frankfurt hat den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug in der Europa League verpasst. Gegen Antwerpen spielten die Hessen remis - weil Goncalo Paciencia in der Nachspielzeit doch noch traf.

Eintracht Frankfurt hat die vorzeitige Achtelfinal-Qualifikation verpasst. Die Hessen spielten am Donnerstag gegen den Tabellenvierten Royal Antwerpen nur 2:2 (1:1) und hatten dabei sogar Glück, da der letzte Treffer der Partie von Goncalo Paciencia erst in der Nachspielzeit fiel. Zuvor hatten Daichi Kamada (13.), Radja Nainggolan (33.) und Mbwana Samatta (89.) getroffen.

Die Hessen begannen im Vergleich zum Freiburg-Spiel nicht nur personell unverändert - sondern auch spielerisch. In der Anfangsphase kombinierten sich die Frankfurter munter nach vorne, beherrschten dabei Ball und Gegner. Die Belohnung dieser munteren Spielweise folgte früh: Nach 13 Minuten stand es 1:0 für die Eintracht.

Kamada trifft, Nainggolan gleicht aus

Tuta fing einen Fehlpass der Gäste ab, bediente Timothy Chandler, der wiederum mit einer punktgenauen Flanke Kamada fand. Der Japaner bugsierte den Ball per Direktabnahme ins Tor der Belgier - ein sehenswerter Treffer. Auch danach blieb die Eintracht spielbestimmend, verzettelte sich aber ab diesem Zeitpunkt mehr und mehr in ihren Offensiv-Aktionen.

Vom Gegner aus Antwerpen kam jedoch auch nicht viel. Umso überraschender, dass es in der 33. Minute auf einmal 1:1 stand. Nach einer Ecke zog Nainggolan direkt ab und traf mit Hilfe des abfälschenden Evan N'Dicka zum etwas überraschenden Ausgleich. Die Eintracht probierte es vor der Pause im Anschluss nochmal, Rafael Borré vergab aber die beste Möglichkeit (45.).

Viel Ballbesitz, wenig Chancen

Bei der Eintracht merkte man auch zu Beginn des zweiten Abschnitts, wo der Frankfurter Schuh drückt. Die Hessen hatten viel Ballbesitz, schafften es auch immer wieder, sich in der Antwerpener Hälfte festzusetzen, erspielten sich dort aber kaum Chancen. Irgendein Pass, irgendein Lauf - irgendetwas stimmte immer nicht.

Das Spiel verflachte dadurch mehr und mehr. Erst Filip Kostic sorgte per Fernschuss mal wieder für ein Warnzeichen (65.). Kurz darauf kam es zu einer kurzen Schreckmoment, als hinter dem Tor von Antwerpen-Schlussmann Jean Butez ein Böller explodierte. Nach einer Unterbrechung konnte es aber weitergehen.

Paciencia trifft kurz vor Schluss

Die Eintracht jedoch war jetzt endgültig raus aus diesem Spiel - und hatte in der 71. Minute noch richtig Glück. Richie de Laet traf nach einem Freistoß vermeintlich zur Führung der Belgier, befand sich aber ein paar Zentimeter im Abseits. In der 89. Minute dann aber nicht mehr. Die Eintracht ließ sich im eigenen Stadion auskontern und Samatta traf zum 2:1.

Das war aber nicht der Schlusspunkt dieser Partie. Mit einem letzten Willensakt gelang den Hessen in der Nachspielzeit noch der Ausgleichstreffer. Paciencia traf per Kopf nach einer Flanke von Kostic. Somit reicht der Eintracht am letzten Gruppenspieltag ein Punkt bei Fenerbahce Istanbul für den Gruppensieg. Sollten die Hessen aber verlieren und Piräus gleichzeitig gewinnen, müssten die Frankfurter den Umweg über die Zwischenrunde gehen.

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Eintracht Frankfurt – Royal Antwerpen 2:2 (1:1)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Chandler, Jakic (90. Rode), Sow, Kostic, Lindström (78. Hauge), Kamada (90. Paciencia) - Borré (69. Lammers)   

Antwerpen: Butez - de Laet, Dinis, Almeida, Dessoleil, Vines - Nainggolan, Verstraete, Fischer (76. Eggestein), Dwomoh (66. Yussuf) Samatta - Frey     

Tore: 1:0 Kamada (13.), 1:1 Nainggolan (33.), 1:2 Samatta (88.), 2:2 Paciencia (90.+4)                
Gelbe Karten: -/ Dessoleil, Frey

Schiedsrichter: Tierney (England)     
Zuschauer: 30.000

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