Eintracht Frankfurt Werder Bremen Jubel Andre Silva

Im Nachholspiel bei Werder Bremen kann sich Eintracht Frankfurt der größten Abstiegssorgen entledigen. Entsprechend angriffslustig geht Trainer Adi Hütter die Partie an.

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Adi Hütter
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Gerade mal ein halbes Jahr hat Papy Djilobodji in der Bundesliga gekickt, von Januar bis Juni 2016, und doch lange genug, dass dem einen oder anderen Eintracht-Fan beim Namen Djilobodji auch 2020 noch ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Im Mai 2016 war es nämlich, dass der Leihspieler Werder Bremens seinen Fuß in einen allerletzten Ball der Bremer hielt, traf und Eintracht Frankfurt damit in die Relegation schickte. Werder war gerettet, Djilobodji kurz darauf weg. Der Rest ist Geschichte.

2020 kommt es, wenn auch nicht zu einem Abstiegsgipfel wie am 34. Spieltag 2016, zumindest aber doch zu einem kleinen Finale für Eintracht Frankfurt bei Werder Bremen, wenngleich Eintracht-Coach Adi Hütter mit diesem Vergleich nichts anfangen kann. "Ich möchte die beiden Partien nicht vergleichen", so Hütter auf der Pressekonferenz vor der Partie.

"Werder steht unter Zugzwang"

Dass dem Spiel dennoch eine erhöhte Bedeutung zukommt, weiß aber natürlich auch Hütter. Werder steckt knietief im Abstiegskampf, die Hessen könnten sich mit einem Sieg der allergrößten Abstiegssorgen entledigen. Entsprechend angriffslustig ist die Devise, die Hütter ausgibt: "Verlieren verboten!"

Den größeren Druck sieht Hütter dabei jedoch bei den Hausherren. "Werder steht unter Zugzwang, sie müssen gegen uns gewinnen", so der Österreicher. "Uns ist der Befreiungsschlag schon in Wolfsburg gelungen, jetzt haben wir die Möglichkeit, uns auf zehn Punkte von Bremen zu entfernen. Wir müssen die gleiche Leistung wie in Wolfsburg bringen, dann haben wir gute Chancen, auch in Bremen zu gewinnen."

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Adi Hütter und Spieler von Eintracht Frankfurt
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Kamada und Silva im Fokus

Zentrale Figuren dabei: die Offensivkräfte Daichi Kamada und André Silva, jeweils Torschützen gegen Freiburg und zuletzt gegen Wolfsburg. Zumindest im Falle Kamadas war das nicht eben zu erwarten, der Japaner hatte sich in der Bundesliga mit Toren vornehm zurückgehalten.

"Manchmal platzt der Knoten einfach. Daichi hat in vielen Spielen zuvor das Pech an den Schuhen kleben gehabt. Das Tor gegen Freiburg war wichtig, er tut unserer Mannschaft fußballerisch sehr gut. Und André Silva hat nun auch schon drei Tore gemacht."

"Mijat hat das sensationell gut gemacht"

Insgesamt will Hütter wieder das gleiche Engagement sehen, das für die Hessen in Wolfsburg der Schlüssel zum Spiel war. Weswegen es gut möglich scheint, dass Mijat Gacinovic auch gegen Bremen wieder von Beginn an spielt. "Mijats Aufgabe in Wolfsburg war, Maxi Arnold aus dem Spiel zu nehmen. Das hat er sensationell gut gemacht", so Hütter.

"Er ist immer wieder ein Unruheherd, ist gegen den Ball giftig, gut im Pressing, ein unglaublich wichtiger Spieler." Also genau die Art Spieler, die man in Bremen bräuchte, um etwa einen Davy Klaassen aus dem Spiel zu nehmen.

"Wir wollen uns in Bremen nicht verstecken"

Ein Selbstläufer wird das natürlich nicht. Ohnehin sieht Hütter die Bremer, mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen, deutlich auf dem aufsteigenden Ast. "Sie haben jetzt 270 Minuten zu null gespielt, verteidigen besser und geschlossener. Sie haben dafür gesorgt, dass sie mehr Stabilität haben. Sie sind nicht mehr dasselbe Team wie vor drei bis vier Wochen."

Was nicht heißt, dass sich seine eigene Mannschaft vor den Bremern verstecken müsste. Die Abwehr mit der Dreierkette Martin Hinteregger, Makoto Hasebe und David Abraham machte in Wolfsburg einen stabilen Eindruck, vorne treffen Kamada und Silva, dazwischen ackern Gacinovic, Sebastian Rode und Co. Nicht zu passiv sein, sei die Devise: "Selbst wenn wir vielleicht nicht immer ganz vorne attackieren, ist es für unser Spiel wichtig, dass wir aktiv sind. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Darauf kommt es auch morgen an. Wir wollen uns in Bremen nicht verstecken."

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Eintracht mögliche Aufstellung Werder