Makoto Hasebe und Adi Hütter.

Eintracht Frankfurt fährt mit einem 4:1-Hinspielsieg im Gepäck nach Salzburg. Die Leistung in der Liga macht jedoch Sorge. Trainer Adi Hütter hofft, dass die Mannschaft das richtige Gesicht zeigt.

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Adi Hütter Salzburg
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Nein, Konstanz ist nicht unbedingt die hervorstechendste Eigenschaft Eintracht Frankfurts in der Saison 2019/20. Hier die Sternstunden gegen Bayern München, RB Leipzig oder den FC Augsburg, dort die bitteren Niederlagen gegen vermeintlich schwache Gegner á la Paderborn oder Union Berlin. Man könnte den Eindruck bekommen, die Diva vom Main sei zurück. Wenn sie denn je fort war.

Für das Europa-League-Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr) gegen Brauseklub RB Salzburg am dürfte das für die Hessen eigentlich nur Gutes bedeuten: Dem 4:1-Festival in der Vorwoche folgte jenes biedere 1:2 in der Bundesliga gegen Union am Montag. Dem Gesetzt der Serie folgend, müssten die Hessen also erneut ihre Schokoladenseite zeigen und ins Achtelfinale einziehen.

"Wir haben uns nach dem Union-Spiel alle aufgeregt"

Sicher ist das trotz guter Ausgangslage freilich nicht. Auch Trainer Adi Hütter kann die zwei Gesichter seiner Mannschaft nur schwer erklären. "Wir haben uns nach dem Union-Spiel alle aufgeregt, wie wir gespielt haben. Es hat mir nicht gefallen, der Mannschaft auch nicht, und wir haben klar angesprochen, was gefehlt hat", so Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Verglichen mit dem Hinspiel gegen Salzburg haben wir zwei Gesichter. Wenn wir morgen auftreten wie gegen Union, schaut es zappenduster aus. Wenn wir aber so auftreten wie im Hinspiel, bin ich hundertprozentig davon überzeugt, dass wir weiterkommen"

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Europa League live

Das Spiel von Eintracht Frankfurt bei RB Salzburg gibt es am Donnerstagabend ab 21 Uhr live und in voller Länge im Social Radio bei hessenschau.de. Das "heimspiel! extra" bei hr1 schaltet regelmäßig ins Stadion.

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Vieles spricht dafür, dass in Hütters alter Heimat all jene Stammspieler wieder zum Einsatz kommen, die gegen Union aus der Startelf rausrotierten. "Wir müssen rotieren, wir haben viele wichtige Spiele", so Hütter. Sebastian Rode, Djibril Sow, André Silva und Almamy Touré mussten gegen die Berliner zunächst auf der Bank Platz nehmen. Ein Risiko, dass Hütter gegen Salzburg wohl eher nicht eingehen wird.

"Salzburg wird aggressiv starten"

Zumal mit RB ein heimstarker Gegner wartet. "Wir wissen um die Stärke Salzburgs zuhause, sie haben sie in vielen internationalen Spielen gezeigt. Salzburg wird von der ersten Minute an sein Heil in der Offensive suchen und aggressiv starten. Sie müssen ein 1:4 aufholen, wir müssen unseren Vorsprung mit dem morgigen Ergebnis so hinbringen, dass wir weiterkommen." Die Erfolsgformel dabei: "Wir müssen an unsere Stärken glauben, dann sind wir sehr schwer zu schlagen", so Hütter.

Dabei kann der Österreicher fast aus dem Vollen schöpfen, mit Bas Dost und Mijat Gacinovic fehlen Hütter allerdings zwei Optionen in der Offensive. Umso wichtiger also, dass Daichi Kamada erneut sein Europacup-Gesicht zeigt. Anreiz dazu gibt es von Landsmann Makoto Hasebe: "Wenn er morgen wieder drei Tore schießt, dann lade ich ihn zum Essen ein." Hütter hätte sicherlich nichts dagegen, auch wenn er lachend einschränkte: "Wenn Kamada denn spielt."