Nach drei Liga-Niederlagen in Folge will Eintracht Frankfurt endlich wieder gewinnen. Personell muss Trainer Adi Hütter aber bereits vor Anpfiff den ersten Rückschlag verkraften.

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Adi Hütter
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Sonderlich leicht hat es Eintracht Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter aktuell nicht. Drei Bundesligaspiele in Folge hat seine Mannschaft verloren, dabei zweimal arg unnötige Platzverweise verkraften müssen. Wäre da nicht der unverhoffte Erfolg beim FC Arsenal in der Europa League, könnte man von einer veritablen Krise sprechen. Es wäre Hütters erste in Frankfurt.

Durch den Stimmungsaufheller in London ist die aktuelle Frankfurter Lage eher eine leichte bis mittelschwere Ergebniskrise in der Liga. Gegen die Hertha bietet sich Hütter und seinem Team nun die erste von noch fünf Gelegenheiten bis Weihnachten, "den Bock umzustoßen", wie es der Österreicher formulierte, und so dafür zu sorgen, dass aus der aktuellen Delle in der Formkurve nicht doch noch eine handfeste Krise wird. Das Rezept dazu ist einfach: "Wir müssen weiter die Überzeugung haben, schnell umzuschalten und mit Power nach vorne zu spielen", so Hütter. "Wir sind physisch immer noch in einer Top-Verfassung."

"Dost wird bis Ende Dezember ausfallen"

Das gilt allerdings nicht für Stürmer Bas Dost, der beim Projekt "Bock umstoßen" in diesem Jahr nicht mehr wird helfen können, wie Hütter auf der Pressekonferenz bekanntgab. "Dost wird bis Ende Dezember ausfallen. Er muss aus dem Betrieb raus und sich in eine Therapie begeben. Die Belastung ist sehr hoch, und er bekommt immer wieder Schmerzen." Bereits in den letzten Wochen war Dost immer wieder mit Leistenproblemen ausgefallen. Der Niederländer soll diese nun abseits des Tagesgeschäfts in Ruhe auskurieren.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter zu Dost: "Müssen ihn rausnehmen"

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Immerhin ist Dosts Sturmkollege André Silva einsatzbereit, wenngleich der Portugiese in letzter Zeit nicht sonderlich oft mittun durfte. "Er ist fit, war aber zuletzt nicht auf dem Level, das wir uns vorgestellt haben", so Hütter. "Das muss aber nicht heißen, dass er morgen nicht die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu beweisen." Eine Aussage, die neben Silva auch dessen Sturmpartner in spe Goncalo Paciencia gern gehört haben wird, der als Alleinunterhalter im Sturm aktuell oft so wirkt, als könne er Unterstützung gut gebrauchen.

"Berlin ist nicht einfach zu analysieren"

Ebenfalls wieder im Kader stehen wird aller Voraussicht nach Mittelfeldspieler Lucas Torro, der in Mainz so etwas wie der einzige Frankfurter Gewinner war. Der Spanier hatte laut Hütter nach dem Spiel zwar "ein paar Probleme", wie Mijat Gacinovic auch, werde aber einsatzbereit sein. In Mainz hatte Torro, der weite Teile der Saison weit von der Mannschaft weg schien, nach seiner Hereinnahme eine ordentliche Partie gemacht. Nicht ausgeschlossen, dass er sich gegen die Hertha erneut beweisen darf und den gesperrten Dominik Kohr ersetzt.

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Jürgen Klinsmann im Hertha Training
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Jene Hertha gehört aktuell übrigens zu den wenigen Klubs der Liga, deren Form- und Ergebniskurve noch deutlicher nach unten zeigt. Die letzten fünf Ligaspiele haben die Hauptstädter verloren, was in der Vorwoche zum Trainerwechsel führte. Auf der Bank sitzt nun ein gewisser Jürgen Klinsmann, der laut Hütter "viel Wert auf taktische Disziplin legt." Sehr viel mehr weiß man über die Hertha unter Klinsi nicht, was auch Hütter freimutig zugab. „Berlin ist nicht leicht zu analysieren. Sie haben am Wochenende eine Halbzeit in Überzahl gespielt. Sie haben sich gut präsentiert, sind viel gelaufen und top organisiert." Ansonsten sind die Berliner aktuell eine ziemliche Wundertüte. Einfacher wird es für Hütter und seine Mannschaft dadurch auch nicht.