Adi Hütter nach Sieg in Hoffenheim

Eintracht Frankfurt will die erstaunliche Siegesserie auch gegen den 1. FC Köln fortführen. Für Trainer Adi Hütter ist es gleich aus mehreren Gründen ein besonderes Spiel.

Videobeitrag

Video

zum Video Die ganze Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Köln

Eintracht-Trainer Adi Hütter
Ende des Videobeitrags

Wenn Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr) den 1. FC Köln empfängt, stehen gleich diverse geschichtsträchtige Jubiläen an. Beide Vereine treffen zum 100. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander, davon zum 90. Mal in der Bundesliga. Sollte die Eintracht gewinnen, hätte sie den 643 Bundesligasieg eingefahren und würde damit gleichziehen mit, na klar, dem 1. FC Köln. Ganz schön viel Bundesligahistorie auf einmal.

Zumal das Spiel auch für Eintracht-Coach Adi Hütter ein Besonderes sein könnte. Einerseits, weil die Spieler dem unter der Woche 51 Jahre alt gewordenen Hütter mit einem Sieg ein nachträgliches Geschenk machen könnten. Andererseits, weil Hütter in der Bundesliga noch nie hat gegen den "Effzeh" gewinnen können, im letzten Heimspiel gab es gar eine bittere 2:4-Klatsche nach 2:0-Führung. "Eine der bittersten Niederlagen, seit ich hier bin", so Hütter auf der Pressekonferenz vor der Partie.

"Die Euphorie will ich auf keinen Fall bremsen"

Damit einerseits Geschichte gemacht wird, andererseits sich Geschichte nicht wiederholt, setzt Hütter auch gegen Köln auf Altbewährtes. Soll heißen: eine furiose, spielstarke Offensive gepaart mit einer soliden Defensive. So haben sich die Hessen in den vergangenen Wochen in einen erstaunlichen Flow gespielt, der sie bis auf den vierten Tabellenplatz spülte. Entsprechend groß ist in Frankfurt die Euphorie. "Die Euphorie will ich auf keinen Fall bremsen, die haben wir uns hart erarbeitet", so Hütter.

Vielmehr gelte es jetzt, den Flow aufrechtzuerhalten, ohne nachlässig zu werden. Anzeichen, dass seine Mannschaft abheben könnte, sieht Hütter allerdings sowieso nicht. "Die Jungs haben Spaß und lachen viel, sie sind aber auch sehr konzentriert bei den Inhalten. Ich konzentriere mich darauf, dass alle im Training fokussiert und bei der Sache sind, marschieren, in die Zweikämpfe gehen, keinen Zentimeter zurückweichen. Ich lasse sie los, aber ich beobachte sie genau."

Projekt Geburtstagsgeschenk

Unter der Woche konzentriert arbeiten, um am Wochenende Leistung zu bringen – das gab bereits Abwehrspieler Evan N’Dicka nach dem souveränen Sieg gegen die TSG Hoffenheim als Devise aus, Hütters Spieler scheinen die Marschroute also verinnerlicht zu haben. Auf dem Weg nach Europa wäre ein Sieg gegen Köln auch vor dem Hintergrund der anstehenden Aufgaben immens wichtig: So wartet in der Folgewoche der FC Bayern München, im Saisonendspurt dann noch sämtliche Schwergewichte der Liga auf die Hessen.

Beim Projekt Geburtstagsgeschenk kann Hütter zudem aus dem Vollen schöpfen, sämtliche Spieler sind fit, auch Aymen Barkok, der in Hoffenheim mit einer Rückenblessur ausfiel, kann wieder mittun. Gut möglich auch, dass Hütter erstmals die beiden Top-Stürmer André Silva und Luka Jovic gemeinsam von Beginn an von der Leine lässt. Wohl dem, der solche Geburtstagsparty-Gäste hat.

Die mögliche SGE-Aufstellung