Adi Hütter gestikuliert.

Eintracht Frankfurt geht auf dem Zahnfleisch ins letzte Heimspiel des Jahres, jetzt muss Trainer Adi Hütter auch noch auf Lucas Torró und Frederik Rönnow verzichten. Dennoch bleibt Hütter zuversichtlich.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt vor dem Köln-Spiel

Adi Hütter
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Die neuesten schlechten Nachrichten aus dem Lazarett von Eintracht Frankfurt nahm Trainer Adi Hütter mit einem Lächeln hin. Dass ihm vor dem letzten Heimspiel der Hinserie am Mittwoch gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr) nun auch noch Torwart Frederik Rönnow sowie Mittelfeldspieler Lucas Torró fehlen, registrierte der Österreicher zumindest äußerlich gelassen. Und das obwohl seiner Mannschaft auf der Zielgeraden eines erfolgreichen, aber auch langen Jahres ohnehin schon die Puste auszugehen droht. 

Insbesondere der Ausfall von Rönnow schmerzt in diesem Zusammenhang, denn der Däne hatte sich in den vergangenen Wochen durchaus als eine von wenigen Konstanten erwiesen. Das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am vergangenen Sonntag (0:1) war für ihn der letzte Einsatz im Jahr 2019. "Frederik hat im Laufe des Spiels gemerkt, dass er Schmerzen im Oberschenkel hat", so Hütter. Diese haben sich nun als Sehneneinriss am rechten Oberschenkel erwiesen. "Das wird eine Zeit lang dauern." Voraussichtlich sechs Wochen, wie der Verein bekannt gab.

Körperliche und mentale Erschöpfung

Einfacher wird es für Hütter so nicht, den Turnaround mit seinem Team zu schaffen. Von den vergangenen acht Pflichtspielen haben die Frankfurter nur eines gewonnen, dafür sechs verloren. In der Liga gab es in zuletzt fünf Partien sogar nur einen einzigen Zähler. Nach insgesamt bereits 54 Pflichtspielen in diesem Jahr schleppt sich die Eintracht mit letzter Kraft der Winterpause entgegen. Mehr noch als die Ausfälle etlicher Leistungsträger schmerzte die Hessen zuletzt die körperliche und mentale Erschöpfung. Die faszinierenden Europacupauftritte, die leidenschaftlichen Energieleistungen in der Liga – all das hat Spuren hinterlassen.

"Man darf nicht vergessen: Wir sind seit sind eineinhalb Jahren nur unterwegs", hatte Hütter schon am Sonntag angemerkt, und auch seine Spieler sprachen vermehrt von der "Müdigkeit", die ihre Aktionen zunehmend schwerfälliger erscheinen lassen. Eine Gemengelage, die dazu führt, dass die Eintracht vor den abschließenden beiden Partien gegen den Vorletzten Köln und am Sonntag (18 Uhr) beim Schlusslicht SC Paderborn in der Tabelle durchaus unter Zugzwang geraten ist. Aktuell haben die Hessen nur noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

"Der Blick geht grundsätzlich immer nach oben"

Hütter bemühte sich trotzdem um Optimismus: "Der Blick geht grundsätzlich immer nach oben", sagte er. Mut macht dabei, dass das Lazarett auch gute Nachrichten zu bieten hatte. So ist Mijat Gacinovic nach dem Horror-Foul von Schalke-Keeper Alexander Nübel doch schneller wieder ein Thema sein könnte als allgemein angenommen.

"Bei ihm sieht es besser aus als erwartet. Wir müssen noch einmal darüber sprechen, aber er hat signalisiert, dass er morgen wieder dabei sein möchte", so Hütter. Und auch Bas Dost hat die Partie in Gelsenkirchen gut weggesteckt. "Bas hat das Spiel auf Schalke sehr gut überstanden. Er versprüht Energie und Freude. Das tut uns in unserer Situation gerade gut", so Hütter. Noch sehr viel besser allerdings täten drei Punkte.

So könnte Eintracht Frankfurt spielen:

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