Adi Hütter

Eintracht Frankfurt will Historisches schaffen und erstmals in die Champions League einziehen. Ein Sieg in Leipzig wäre "perfekt", so Trainer Adi Hütter. Mut macht dabei seine persönliche Statistik.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leipzig

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Glaubt man der Statistik, stehen die Chancen nicht schlecht für Adi Hütter und Eintracht Frankfurt, am Sonntag in Leipzig etwas mitzunehmen. Vier Siege, ein Remis, eine Niederlage – im direkten Duell gegen Julian Nagelsmann hat Hütter die Nase deutlich vorn. Und am Sonntag? "Da spielt nicht Nagelsmann gegen Hütter", relativierte der Österreicher auf der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel. "Wir haben noch nie in Leipzig gewonnen", so Hütter.

Ein Unterfangen, das auch am Sonntag schwer genug wird. Zwar haben die Leipziger noch am Champions-League-Aus gegen Liverpool unter der Woche zu knabbern, an ihrer grundsätzlichen Klasse ändert das aber nichts. Das weiß auch Hütter. "Ihre Qualität nach vorne ist auf mehreren Schultern verteilt. Sie haben eine variable Grundordnung, spielen gute Bälle hinter die Abwehr, sind laufstark und technisch gut", so Hütter. Ein echter Brocken eben.

Doppelzehn oder Doppelspitze?

Umso wichtiger, dass die eigene Leistung stimmt. Personell kann Hütter mit Ausnahme des verletzten Almamy Touré aus dem Vollen schöpfen, taktisch will er sich wie üblich nicht in die Karten gucken lassen. Eine Rückkehr zur Doppelzehn mit dem wiedergenesenen Daichi Kamada neben Amin Younes ist ebenso denkbar, wie ein erneuter Versuch mit der Doppelspitze André Silva und Luka Jovic.

So könnte die Eintracht gegen Leipzig spielen:

So könnte die Eintracht gegen Leipzig spielen

Für Hütter eher nebensächlich. "Über die Grundordnung wird zu viel diskutiert. Es ist egal, ob wir mit zwei Spitzen und zwei Zehner spielen", so Hütter. "Wichtig ist, dass das Umschalten im Spiel nach hinten stimmt. Wir müssen uns überlegen, wie wir sie überraschen können. Klar ist: Wir brauchen laufstarke Spieler, die auch nach hinten arbeiten."

"Müssen noch hohe Hürden besiegen"

Dort, also hinten, stellt sich die Frage, ob Stefan Ilsanker nach seiner soliden Partie gegen Stuttgart eine erneute Bewährungsprobe bei den alten Kollegen bekommt, oder ob Hütter Tuta zurück in die Startelf beordert. "Es hat mich gefreut, dass Ilsanker seine Leistung gezeigt hat", so Hütter. "Und Tuta ist wieder fit. Ich habe die Qual der Wahl."

Ob Doppelspitze oder Doppelzehn, ob Ilsanker oder Tuta – nach nur einem Punkt aus den letzten zwei Spielen wäre es für Eintracht Frankfurt mal wieder an der Zeit für einen Dreier. Zehn Spiele sind noch zu spielen, die Hessen sind nach wie vor mittendrin im Kampf um die Champions-League-Qualifikation, aber die Spiele werden nicht mehr, "es geht auf die Zielgerade", so Hütter. "Wir wissen, dass wir auf der Zielgerade die eine oder andere hohe Hürde besiegen müssen."

"Wäre eine perfekte Situation"

Beginnend mit der Hürde Leipzig? Hütter hätte sicherlich nichts dagegen, seine Statistik gegen Nagelsmann noch ein bisschen aufzumotzen. "Es wäre eine perfekte Situation, mal in einem Spitzenspiel auswärts zu gewinnen", so Hütter. Da würde ihm sicherlich niemand wiedersprechen.