Adi Hütter
Adi Hütter nach dem Sieg gegen Benfica Lissabon Bild © Imago Images

Nach der magischen Nacht gegen Lissabon ist vor den Mühen der Liga-Ebene in Wolfsburg. Um beim VfL zu bestehen, müssen die Hessen die Magie aus den Köpfen bekommen.

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Ungläubig wirkte Adi Hütter auch am Tag danach nicht. "Ich weiß, dass es passiert ist", sagte der Österreicher am Morgen nach dem Halbfinaleinzug gegen Benfica Lissabon und grinste. "Nach dem magischen Abend war es ein tolles Gefühl aufzuwachen. Wir sind eine Runde weiter, es ist außergewöhnlich, was wir geleistet haben."

Und dennoch: Er habe sich "zwicken müssen", so Hütter. Allerdings weniger wegen des 2:0-Siegs gegen den portugiesischen Spitzenklub, eher angesichts des generellen Saisonverlaufs, der nun eben im Halbfinaleinzug kulminierte. "Ich bin sehr stolz. Im Sommer haben wir nicht dran gedacht, dass wir irgendwann im Europa-League-Halbfinale und auf dem vierten Platz in der Bundesliga stehen."

"Die Saison ist noch nicht vorbei"

Hütter sprach von einem "langen Prozess", der zwar erfolgreich verlaufe, zugleich vergaß der Coach aber das Mahnen nicht: "Es ist sensationell. Aber die Saison ist noch nicht vorbei." Der Österreicher steht vor der schwierigen Aufgabe, seine Mannschaft von Wolke sieben herunterzuholen und auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Denn: Je weniger Partien es noch gibt, desto mehr gibt es zu verlieren. Schon gegen den vermeintlich leichten Gegner aus Augsburg ließ die Eintracht unnötig Federn.

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Das weiß auch Hütter, der sagt: "Es geht um sehr viel". Das Rezept gegen die heimstarken Wolfsburger ist daher klar: "Wir müssen die Köpfe von der magischen Nacht freibekommen." Das dürfte leichter gesagt sein als getan: Einen größeren Kontrast als jener zwischen einem magischen Europacup-Abend gegen Benfica Lissabon und einem Montagabendspiel im emotional eher unterkühlten Wolfsburg könnte es kaum geben.

"Wir müssen die positive Energie mitnehmen"

Hütter wird dennoch nicht bange. Zum einen entspannt sich die personelle Lage: Martin Hinteregger könnte wieder zur Verfügung stehen, Evan N’Dicka ohnehin. Auch Simon Falette hat gegen Benfica bewiesen, dass er eine Alternative ist. Außerdem seien selbst am freien Tag viele Spieler zum Stadion gekommen, um sich von den Physios behandeln zu lassen. Das spreche für die Mentalität seiner Mannschaft, so Hütter.

Auch müsse es den Kontrast zwischen Europacup-Sternstunde und den Mühen der Liga-Ebene gar nicht geben, sondern eher einen Synergieeffekt. "Am Montag wird sich zeigen, mit wie viel Power wir in das Spiel gehen können. Wir müssen die positive Energie mitnehmen", so Hütter. Davon, so viel ist klar, gibt es in Frankfurt aktuell mehr als genug.